Pfleiderer AG

Vorläufiger Jahresabschluss

Die Pfleiderer AG konnte ihre Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. Juni bis 31. Mai) gegenüber dem Vorjahr um 17,5 % auf 1,44 Mrd. Euro deutlich steigern. Zu dieser positiven Entwicklung

Die Pfleiderer AG konnte ihre Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. Juni bis 31. Mai) gegenüber dem Vorjahr um 17,5 % auf 1,44 Mrd. Euro deutlich steigern. Zu dieser positiven Entwicklung hat auch die erstmalige Konsolidierung der beiden polnischen Spanplattenwerke Grajewo und Prospan beigetragen.
Bei der Ergebnisentwicklung musste der Konzern jedoch herbe Verluste hinnehmen. Das vorläufige Ergebnis vor Steuern (EBT) sank von 51,4 auf 2,8 Mio. Euro. Als Grund nannte der Vorstand "einmalige Vorsorgeaufwendungen für notwendige, umfassende Restrukturierungsmaßnahmen und ein schwieriges Branchenumfeld." Die Vorsorgeaufwendungen in Höhe von 37 Mio. Euro umfassen u.a. einmalige Leistungen wie den Beitrag zur Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern sowie Rückstellungen für die Alterszeit. Nach Steuern weist Pfleiderer sogar einen Fehlbetrag aus. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg hingegen um 19,7 auf 166,0 Mio. Euro.
Trotz des erwarteten Fehlbetrags plant das Unternehmen die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,30 Euro (Vorjahr: 0,61) für die freien Aktionäre. Die Unternehmensverwaltung wird dagegen voraussichtlich auf die Dividende verzichten.
Mit den in den vergangenen drei Monaten eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen (siehe Online-News vom 19. Juli, "Pfleiderer: Konzernumbau abgeschlossen") will die Pfleiderer AG bereits im laufenden Geschäfsjahr 2000/2001 zu alter Ergebnisstärke zurückkehren.