Warendorf Küchen

Von Eigenverwaltung zum Regelinsolvenzverfahren

Nachdem Warendorf Küchen im Dezember Insolvenz in Eigenverantwortung beantragt hatte, heißt es nun von Unternehmensseite, dass es eine Änderung gibt und ein Regelinsolvenzverfahren durchgeführt werde. „Um alle geplanten und angedachten Sanierungsideen schnellstmöglich umzusetzen, und um noch schneller durch das Insolvenzverfahren zu kommen, wurde Anfang dieser Woche von der Unternehmensleitung entschieden, die vom Gericht genehmigte Eigenverwaltung in einem Regelinsolvenzverfahren fortzuführen.“ Auch für den vorläufigen Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Michael Mönig von der Kanzlei Mönig und Partner in Münster, sei diese Entscheidung richtig.

Die Geschäftsführung bleibt weiterhin im Amt. „Die Gespräche und die Zusammenarbeit sind sehr konstruktiv und vertrauensvoll“, betont Mönig. „Wir haben nach intensiven Beratungen sehr bewusst diesen Weg beschritten. Eine Entscheidung für das Wohl des Unternehmens und der Mitarbeiter“, so Slav Lepenin, Geschäftsführer Warendorfer Küchen GmbH. „In der Eigenverwaltung hätte die Umsetzung der für uns notwenigen Umstrukturierungen zu viel Zeit gekostet.“ Die Maßnahme könnte bereits noch im Frühjahr umgesetzt werden, und damit den Weg frei für eine solide Zukunft des Unternehmens machen.

Der Geschäftsbetrieb soll unverändert weiterlaufen und Kundenaufträge bearbeitet und termingerecht ausgeliefert werden. Die finanzielle Lage des Unternehmens sei für den Augenblick stabil. Für die betriebliche Weiterführung stehen die monetären Mittel zur Verfügung. Darüber hinaus konnten bereits vor zwei Wochen die Dezemberlöhne an die Mitarbeiter überwiesen werden. Die Finanzierung des Insolvenzgeldes ist zudem gesichert.

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