Besuchermagnet: die Möbelmesse in Mailand.

Mailänder Möbelmesse

Von Coronavirus bedroht?

Die Auswirkungen, die das Coronavirus (Covid-19) auf die Wirtschaft – auch auf die Möbelbranche – hat, wird immer größer. Nicht nur, dass bereits mit der Design Shanghai, der Ciff und der Interzum mehrere Branchenmessen in China vorerst gecancelt wurden. Die Miff in Malaysia wurde verschoben (statt 6. bis 9. März, auf 30. Juni bis 3. Juli 2020). Auch die darauffolgende Messe in Kuala Lumpur, die Export Furniture Exhibition (EFE), soll erst Ende August über die Bühne gehen. Die Ambiente musste bereits einen Besucherrückgang von rund 20 Prozent hinnehmen. Und ganz aktuell hat Branchenleader Signify (Philips) bekanntgegeben, nicht an der Light & Building in Frankfurt am Main (8. bis 13. März) teilzunehmen.

Und was bedeuten die jüngsten Entwicklungen in Norditalien für den Salone del Mobile? Bis gestern waren in Italien 150 Menschen mit dem Virus infiziert, drei sind bereits gestorben, heißt es auf spiegel.de. Vor allem die Regionen Lombardei und Veneto sind betroffen. Elf Kommunen in der Nähe von Mailand und Padua wurden abgeriegelt. 50.000 Menschen dürfen diese Regionen nicht mehr verlassen. Der Karneval in Venedig wurde vorzeitig beendet. Alles, damit das Virus nicht nach Mailand mit seinen rund 1,3 Millionen Einwohnern gelangt. Sind das nun wichtige Vorsichtsmaßnahmen oder Panikmache? Das kann derzeit wohl niemand beantworten. Doch die Verunsicherung wächst. Den Veranstaltern der Mailänder Möbelmesse (21. bis 26. April) dürften schlaflose Nächte bevorstehen. Bereits auf der Pressekonferenz am 12. Februar hatte Messe-Präsident Claudio Luti sich besorgt gezeigt, dass das Virus negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen haben könnte. Oder ist gerade die gesamte Messe bedroht? Bleibt vorerst zu hoffen, dass sich Covid-19 nicht weiter ausbreitet.

Diese Seite teilen