Electrolux Deutschland

“Volle Konzentration auf AEG”

Schon seit 1. Oktober ist Gerd Holl nun offiziell Geschäftsführer für Electrolux Deutschland und Österreich. Anlass für ein "100 Tage Pressedinner" gestern am Standort Nürnberg – und ein erstes Statement

Schon seit 1. Oktober ist Gerd Holl nun offiziell Geschäftsführer für Electrolux Deutschland und Österreich. Anlass für ein "100 Tage Pressedinner" gestern am Standort Nürnberg – und ein erstes Statement zu seinen Strategieplänen. Der soll allerdings keinen Wechsel bringen, sondern vielmehr die mittelfristigen Eckpunkte, wie bereits im vergangenen Jahr festgelegt, zur Umsetzung überführen. Klarer Fokus auf AEG, lautet dabei die wichtigste Koordinate, nachdem die Marke Electrolux hierzulande ad acta gelegt wurde. Vor allem gilt es, die "Star Products" wie den ProCombi Dampfgarer mit Sous-vide-Funktion und den perfekten Kundenservice in den Vordergrund zu stellen. Oder auch mit der "Grand Cuisine"-Linie in Kooperation mit Poggenpohl (bei der das professionelle Equipment rund 80.000 Euro kosten kann) das Profil zu schärfen.
Der Service werde durch entsprechende Bindungsinstrumente sowie Fernwartung durch Smart Home-Vernetzung noch weiter ausgebaut. Laut Ranking der "Wirtschaftswoche" genießt AEG schon jetzt das höchste Kundenvertrauen. Ein mutiger Plan ist nun beispielsweise, authentische Kundenbewertungen unzensiert über Google Stars zu veröffentlichen. "Da wird es auch Negatives geben, aber das müssen wir aushalten", erklärte dazu Holl. Und natürlich wird weiterhin das 360-Grad-Marketing das Profil der Marke ins rechte Licht setzen.
Neben AEG und seinen selektiv auf die Vertriebskanäle ausgerichteten Konzepte (wie Preference für den Küchen-/Möbelhandel) spielen aber auch die so genannten taktischen Marken wie Zanker, Leonard (beide exklusiv bei Nobilia) oder Juno (neu für die Komplettvermarktung von Schüllers C-Kollektion) eine wichtige Rolle. Auch ohne Juno kommt Electrolux bereits jetzt auf 25 Prozent des Umsatzes. Dies wird sich nach dem Neustart mit den immerhin 66 neuen Juno-Geräten sicher noch weiter rasant verändern. Insgesamt lag der Umsatz 2014 etwa 3-4 Prozent im Plus und somit bei der deutschen Electrolux-Tochter besser als der Konzernschnitt (s. dazu Meldung vom 28.1.).

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