Tendence

Vielversprechendes Personal Shopper-Konzept

Couch oder Fitnessstudio, Rotwein oder Mineralwasser, Shoppen oder Sparen – Lust und Vernunft konkurrieren oftmals und kämpfen um die Entscheidungshoheit. Genau um diesen Konflikt, dem Konsumenten ständig ausgesetzt sind, geht

Couch oder Fitnessstudio, Rotwein oder Mineralwasser, Shoppen oder Sparen – Lust und Vernunft konkurrieren oftmals und kämpfen um die Entscheidungshoheit. Genau um diesen Konflikt, dem Konsumenten ständig ausgesetzt sind, geht es bei der diesjährigen "Personal Shopper"-Inszenierung von Julia Landsiedl. Während der Tendence in Frankfurt wird die aus Wien stammende Designerin ihre ganz persönlichen Eindrücke darstellen. "Ich shoppe stellvertretend für ein typisches Mitglied unserer bewusst konsumierenden Wissensgesellschaft. Dabei steht die Rivalität der rechten und linken Gehirnhälfte im Mittelpunkt bzw. der Versuch, diese in Einklang zu bringen." Dementsprechend ist auch die Inszenierung in der Galleria 1 zweigeteilt aufgebaut. "Die logische linke Seite ist klar strukturiert und in zurückhaltenden Grautönen gehalten. Eine Regalwand gibt einen Überblick über Produkte, die auch einer rationalen Prüfung standhalten könnten", erklärt Julia Landsiedl. Ganz anders stellt die Designerin die emotionale rechte Seite dar: "In kräftigen Farben leuchtend, folgt sie keiner klar erkennbaren Logik. Da türmen sich Stofftiere und tummeln sich Papierschiffe; verschiedene Objekte sind zu Szenen zusammengefasst, erzählen Geschichten." Eine ausladende Tafel erstreckt sich über beide Seiten und verbindet die "grauen Zellen". "Denn was wäre die rechte ohne die linke Gehirnhälfte?" Die Besucher der Tendence, die vom 27. bis 31. August in Frankfurt stattfindet, dürfen gespannt sein. Bereits zum fünften Mal realisiert die Messe Frankfurt die Idee des "Personal Shopper" ­- mit praktischem Nutzwert für die Gäste. Mehr zur Messe in der Juni-Ausgabe von möbel kultur Lifestyle S. 24.