Amazon

Viele Retouren werden einfach zerstört

Unter dem Schlagwort „Destroy“ (dt. zerstören) vernichtet Amazon massenhaft retornierte Waren – z. B. Kühlschränke, Wasch- und Geschirrspülmaschinen, Handys, Tablets, Matratzen und Möbel. Das hat eine Recherche von „Frontal 21“ (ZDF) und der „Wirtschaftswoche“ ergeben. Mitarbeiter berichteten, dass zum Teil sogar funktionstüchtige oder sogar neue Produkte zertört werden. Auf Anfrage bestritt Amazon diese Vorwürfe nicht. Teilte aber im Zuge dessen mit, dass täglich an Verbesserungen der Prozesse gearbeitet werde.

Damit aber nicht genug. Laut Frontal 21 und „Wirtschaftswoche“ bietet Amazon über seinen Logistikservice „Versand durch Amazon“ auch externen Anbietern unverkaufte Lagerbestände zu entsorgen.

„Das ist ein riesengroßer Skandal, denn wir verbrauchen auf diese Weise Ressourcen mit allen Problemen insgesamt auf der Welt. Ein solches Vergehen passt einfach nicht in diese Zeit“, äußert sich Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium dazu. Greenpeace fordert klare Konsequenzen: „Wir brauchen ein gesetzliches Verschwendungs- und Vernichtungsverbot für neuwertige Ware“, so die Expertin Kirsten Brodde.

In der neuen EHI-Studie „Versand- und Retourenmanagement im Handel“ liegt der größte Kostentreiber im Retourengeschäft der Befragten die Prüfung, Sichtung der Artikel und die Qualitätskontrolle (64 %), gefolgt von Retourenannahme und Identifikation der Artiekl mit 59 Prozent.

 

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