Hat XXXLutz bereits die beiden Mahler-Standorte in Bopfingen und Wolfratshausen übernommen?

Möbel Mahler

Verhandlungen mit XXXLutz "werden aktuell noch geführt"

Hat XXXLutz die Mahler-Standorte in Bopfingen und Wolfratshausen bereits übernommen? Laut XXXLutz und Möbel Mahler ist dem nicht so. Gerade eben erreicht die Redaktion eine Mitteilung mit der Aussage, dass die Verhandlungen noch laufen. Wörtlich heißt es: „Wie zuletzt mitgeteilt, wird Möbel Mahler Mitglied im Einkaufsverband Giga International. Die XXXLutz-Gruppe beteiligt sich (vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamts) mit zehn Prozent an Möbel Mahler in Neu-Ulm. Die beim Kartellamt erfolgte Anmeldung hinsichtlich eines Zusammenschlusses der XXXLutz-Gruppe mit den Mahler-Standorten in Bopfingen und Wolfratshausen ist vorsorglich erfolgt. Diesbezüglich werden aktuell noch Verhandlungen geführt. Ob es – ähnlich Neu-Ulm – zu einer Beteiligung der XXXLutz-Gruppe an den Betrieben Wolfratshausen und Bopfingen kommen wird, ist derzeit völlig offen.“ Weitere Stellungnahmen werden nicht abgegeben.

Doch ist das wirklich so? Am 14. Oktober überraschte XXXLutz mit der Ankündigung, dass Möbel Mahler Mitglied bei Giga International wird, die Österreicher im Gegenzug 10 Prozent am Standort Neu-Ulm erhalten. Von einer Beteiligung an den beiden Häusern in Bopfingen und Wolfratshausen war keine Rede. Im Gegenteil: „90 Prozent der Niederlassung Neu-Ulm sowie die Geschäftsbetriebe in Bopfingen, Wolfratshausen bleiben im Besitz der Familie Mahler“, hieß es in der Pressemitteiling explizit.

Am gleichen Tag hatte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde jedoch schon folgenden geplanten Erwerbsvorgang vermeldet: „ABRD-Möbelhandels- und Beteiligungs GmbH (Deutschland), ein mit XXXLutz KG (Österreich) verbundenes Unternehmen, beabsichtigt, indirekt über verbundene Unternehmen die Möbeleinzelhandels-Standorte Bopfingen und Wolfratshausen (Deutschland) von Möbel Mahler zu erwerben.“ Stand der Deal also schon viel länger fest?

Nach Angaben der „Südwest Presse“ ist der Verkauf schon gelaufen. Für 45 Mio. Euro sollen die beiden Filialen bereits Ende August über den Tisch gegangen sein. Allein die kartellrechtliche Überprüfung stehe noch aus. Laut Bundeswettbewerbsbehörde endet die Frist am 11. November 2015.

Die „Südwest Presse“ schreibt heute darüber hinaus, dass das 75.000 qm große Haus in Neu-Ulm, das im August 2013 eröffnet wurde und im Besitz von Michael Mahler, Sohn von Firmengründer Gerhard Mahler, bleiben werde. Die 500 Beschäftigen in dem Giganten seien jedoch besorgt um ihre Zukunft. Denn warum solle es Mahler als Einzelkämpfer mit nur noch einem Standort – und dann auch noch in dieser Dimension, leichter haben als zuvor als Filialist?

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