BVDM

Verhalten optimistisch ins Jahr 2014

Zur Entwicklung des Möbelhandels 2013 und den Erwartungen für 2014 äußerte sich auf der Pressekonferenz zur "imm cologne" BVDM-Hauptgeschäftsführer Thomas Grothkopp. Nach einem stabilen ersten und einem positiven zweiten Quartal

Zur Entwicklung des Möbelhandels 2013 und den Erwartungen für 2014 äußerte sich auf der Pressekonferenz zur "imm cologne" BVDM-Hauptgeschäftsführer Thomas Grothkopp. Nach einem stabilen ersten und einem positiven zweiten Quartal fiel das Ergebnis des dritten Quartals mit minus 4,3 Prozent schlecht aus. Und da Möbel in aller Regel keine typischen Weihnachtsgeschenke sind, geht der BVDM davon aus, dass es der Branche bis einschließlich Dezember nicht mehr gelungen sein wird, das bis Oktober aufgelaufene Minus von 1,2 Prozent auszugleichen.
Das hochgerechnete Umsatzergebnis des Jahres 2013 beläuft sich laut Grothkopp auf 30,8 Mrd. Euro inklusive Mehrwertsteuer, die die Verbraucher für Möbel-, Küchen- und Einrichtungsgegenstände ausgegeben haben werden. Dies entspricht ca. 25,9 Mrd. Euro Nettoumsatz. Inbegriffen sind die von den Möbelhäusern ebenfalls verkauften Fachsortimente im Volumen von 6 Mrd. Euro brutto. Pro Kopf macht das rund 375 Euro aus, die die Deutschen für Möbel und Küchen pro Jahr ausgeben. Die neue Vertriebsform der online bestellten Möbel gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mehr als 1,2 Mrd. Euro, also fast vier Prozent des Gesamtumsatzes, wurden 2013 online mit Möbeln und Küchen umgesetzt.
Die Konzentration im Handel entwickelt sich weiter, wie Thomas Grothkopp ausführte. Die Top-Ten im deutschen Möbelhandel erwirtschafteten 2013 rund 14 Mrd. Euro Umsatz – 44 Prozent des Branchenumsatzes – und haben damit weiter Marktanteile hinzugewonnen. Während die Plätze 1 bis 10 gesetzt sind, finden sich Bewegung besonders auf den Plätzen 11 bis 20. Dort befinden sich expansive Filialunternehmen, die im Ranking weiter nach vorne streben. Der Flächenzuwachs hat sich 2013 etwas abgeschwächt. Insgesamt verfügt der deutsche Möbelhandel über rund 23 Mio. Quadratmeter Verkaufsfläche. Hiervon werden 5,7 Mio. Quadratmeter – das ist ein Viertel der Fläche – von 165 Häusern mit mehr als 25.000 Quadratmetern Verkaufsfläche betrieben.
Betrachtet man die Sortimentsbereiche, so sind Küchenmöbel mit 28 Prozent Umsatzanteil nach wie vor die stärkste Warengruppe, gefolgt von Polstermöbeln mit 18 Prozent sowie Schlaf- und Wohnzimmern mit jeweils 12 Prozent. Im Küchenhandel werden über 40 Prozent des Küchenabsatzes von Küchenspezialhäusern und Küchenfachmärkten erwirtschaftet. Dies ist in keinem anderen Sortimentsbereich so stark ausgeprägt.
Ins Jahr 2014 blickt Thomas Grothkopp verhalten optimistisch. Zurzeit geht der BVDM nur von einer Stabilisierung, aber keiner nachhaltigen Verbesserung der Geschäftslage aus. Dies liegt unter anderem am Koalitionsvertrag und dem Mindestlohn. Aber der Hauptgeschäftsführer sieht auch Gründe für positive Erwartungen. So setzt sich die im Jahr 2010 begonnene positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau weiter fort. Besonders stark stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+25,1 Prozent) sowie in Zweifamilienhäusern (+14,2 Prozent). Die Genehmigungen von Einfamilienhäusern nahmen leicht zu (+1,0 Prozent). Darüber hinaus ist die Beschäftigungsquote weiter leicht gestiegen, das heißt, die verfügbaren Einkommen steigen.