Arzberg

Verhageltes 2012 führt zu Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

Das war einfach zu viel: Umsatzeinbußen von über 25 Prozent durch den Verlust eines Großkunden sowie die starke Billig-Konkurrenz aus Asien haben Arzberg Porzellan 2012 stark zugesetzt. Zudem waren hohe

Das war einfach zu viel: Umsatzeinbußen von über 25 Prozent durch den Verlust eines Großkunden sowie die starke Billig-Konkurrenz aus Asien haben Arzberg Porzellan 2012 stark zugesetzt. Zudem waren hohe Investitionen in neue energie-effiziente Ofenanlagen nötig geworden. Der Traditionshersteller musste deshalb gestern beim Amtsgericht Hof Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen.
Die Unternehmensführung hofft mit diesem Schritt, den Geschäftsbetrieb langfristig aufrecht erhalten und möglichst viele Arbeitsplätze sichern zu können.
Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten sei es nicht gelungen, weitere Investoren oder Kunden für die fränkische Porzellanschmiede zu gewinnen. Eigentümer Dr. Siegmund Rudigier zeigt sich zerknirscht, aber kämpferisch: "Mein größtes Bedauern und Mitgefühl möchte ich heute meiner Belegschaft, und zwar jedem einzelnen Mitarbeiter, aussprechen, die mit mir und dem gesamten Managementteam gemeinsam in den vergangenen Monaten gekämpft haben." Die Voraussetzungen für eine positive Fortführung des Unternehmens sieht der Eigentümer nach wie vor als gegeben – "insbesondere aufgrund der Produktqualität sowie der hohen Qualifikation, Loyalität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter."
Arzberg-Porzellan zählt seit 1887 zu den renommiertesten Porzellanmarken weltweit. Seit 2004 firmiert die Arzberger Traditionsmarke unter Arzberg-Porzellan GmbH. Im September 2011 übernahm die RPS 1 GmbH aus Salzburg, eine Tochter der Rudigier & Partner GmbH, mehrheitlich das Unternehmen. Derzeit sind über 200 Mitarbeiter am Standort Schirnding beschäftigt.