Möbel Martin

Verfahren für Umbau stockt

Seit mittlerweile 27 Jahren sitzt Möbel Martin in der Wilkstraße in Zweibrücken. Aufgrund drohender Konkurrenz durch Höffner auf der Truppacher Höhe will sich das Unternehmen nun vergrößern, das berichtet der „Pfälzische Merkur“. Bereits Mitte April sei von Möbel Martin eine Bauvoranfrage eingereicht worden, die bisher noch nicht bearbeitet wurde. Möbel Martin will seine Verkaufsfläche von 24.000 qm auf 35.000 qm vergrößern sowie das innenstadtrelevante Sortiment von 2.400 auf 3.500 qm. Laut eines Sprechers rechne man jedoch frühestens 2018, eher 2019 mit dem Beginn möglicher Bauarbeiten. „Das hängt von der Erteilung der Genehmigung und deren Inhalt ab. Ein formales Verfahren kann sich ziehen.“

Aktuell ist der Prozess „ruhend gestellt“ und wird nicht bearbeitet. Nach Angaben von Möbel Martin hat Oberbürgermeister Kurt Pirmann angeregt, dass das Unternehmen ein altes Bebauungsplanverfahren weiterführt und der Ausgang der Verkaufsfläche offen sei. Dieses Risiko will das Einrichtungshaus laut „Pfälzischer Zeitung“ nicht eingehen. Pirmann äußerte dazu, dass man die Bauvoranfrage ruhen lasse, damit der Rechtsanspruch von Möbel Martin nicht verfalle, innerhalb von drei Monaten Rückmeldung zu erhalten – ihm fehlten bisher genaue Informationen zum Sortiment, das künftig angeboten werden soll. Der Sprecher des Einrichtungshauses dementierte dies jedoch, denn man habe „für viel Geld“ eine 160-seitige „gerichtsfeste“ Auswirkungsanalyse erarbeitet. Über diese sei auch die IHK und die SDG Süd informiert worden. Im Moment ist noch nicht abzusehen, wann der Prozess ein Ende findet. Klar ist: Möbel Martin verliert damit Zeit, rechtzeitig auf die Konkurrenz reagieren zu können.

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