Atlas wird sich künftig nur noch um den Import kümmern.

Atlas

Verband für Importware

Spätestens seit der Kölner Möbelmesse wartet die Branche gespannt darauf, wie es bei Atlas weitergeht. Nach den Abgängen von Kika/Leiner und Kröger/Rück sowie dem Möbelzentrum Pforzheim (alle 2014) und dem 50/50-Deal von Zurbrüggen und XXXLutz (im Januar 2015) liegt der Verband aktuell noch bei einem geschätzten Außenumsatz von 1,6 Mrd. Euro. Und damit weit entfernt von alter Stärke.

Nun vermeldet Atlas heute zwar weder Ein- noch Austritte, dafür aber die künftige Ausrichtung. Dementsprechend wird sich der Verband nur noch um den Import kümmern. „Der Geschäftszweck der Atlas GmbH ist zukünftig ausschließlich der Import von Einrichtungsgegenständen aus Fernost und Osteuropa“, vermeldet Geschäftsführer Armin Hertrich. In diesem Bereich sei der Verband heute schon Marktführer. Und diese Spitzenposition soll durch die Aufnahme neuer Mitglieder weiter ausgebaut werden. Und das heißt dann im Umkehrschluss, dass „die Atlas-Anschlusshäuser zukünftig alle Einkaufs-Aktivitäten außerhalb des Importes in Eigenregie durchführen.“

Das war in Köln bereits zu spüren. Auf der „imm“ waren die Einkäufer der Anschlusshäuser allein - und nicht mehr im Verbund - unterwegs. Und der Verband hatte sich schon im letzten Jahr verschlankt und die fünf hauptberuflichen Sortimentseinkäufer in den Ruhestand geschickt ­- und nicht mehr ersetzt. Nach einer wirklichen Zukunftsstrategie hört sich das alles jedenfalls nicht unbedingt an.

Dem Atlas-Verband gehören zum jetzigen Zeitpunkt noch fünf Mitglieder an: Segmüller (Friedberg), Hofmeister (Bietigheim-Bissingen), Küchen Aktuell (Braunschweig), Rogg (Balingen) und die Wohnwelt Pallen (Würselen).

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