Holzwirtschaftsbranche Bayern/Thüringen
Verbände fusionieren
Der Industrieverband Möbel – Holz – Kunststoff Bayern/Thüringen, der Verband der bayerischen Säge- und Holzindustrie sowie der Verband des bayerischen Holzhandels haben nach zweijährigen Verhandlungen mit jeweils einstimmigem Votum beschlossen,
Der Industrieverband Möbel – Holz – Kunststoff Bayern/Thüringen, der Verband der bayerischen Säge- und Holzindustrie sowie der Verband des bayerischen Holzhandels haben nach zweijährigen Verhandlungen mit jeweils einstimmigem Votum beschlossen, zum 1. Januar 2007 zum Verband der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen e.V. zu fusionieren.
Die Idee der Fusion, die nun in die Tat umgesetzt wurde, ist nicht neu, sondern war schon einmal vor etwa 30 Jahren angedacht worden – ohne allerdings zum Erfolg zu führen. Damals gab es etwa 1.100 Sägewerksbetriebe und 250 Firmen der Holzverarbeitung. Seither sehan sich alle genannten Verbands- und Wirtschaftsbereiche deutlichen strukturellen Veränderungen ausgesetzt. Diese bestanden vor allem darin, dass eine Konzentration der Unternehmen besonders im Bereich der Holzwirtschaft zu beobachten war, bei gleichzeitiger Produktionserweiterung in Deutschland. Diese Entwicklung ging einher mit einer sinkenden Zahl der produzierenden Betriebe.
"Die Vorteile der Fusion liegen insbesondere darin, dass sich auf der Ebene der Verbandsgeschäftsstellen durch die Zusammenführung erhebliche Synergieeffekte in der personellen Besetzung erreichen lassen. Dazu kommt, dass sich das Gewicht des neuen Verbandes angesichts der traditionell starken Holzwirtschaft in Bayern, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch deutlich verstärken wird," erklärte Norbert Furche, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, auf der heutigen Pressekonferenz in München.
Der neue Verband ist ein Zusammenschluss von Wirtschaftsverbänden ohne eigene Tarifhoheit. Gleichwohl werden alle üblichen Dienstleistungen eines Arbeitgeberverbandes wahrgenommen. Um ein Zusammenwachsen der vormalig getrennten Wirtschaftszweige behutsam und gründlich durchzuführen, wird sich der neue Verband in die beiden Fachbereiche Holz- und Kunststoffverarbeitung einerseits, sowie Sägeindustrie, Holzhandel und verwandter Industriezweige andererseits gliedern. Damit soll zum einen eine gemeinsame Schlagkraft gewährleistet und zum anderen eine branchenspezifische Interessenvertretung gesichert werden.
Der Verband der Sägeindustrie und der Verband des Holzhandels vereinigen etwa 500 Mitglieder, während der Industrieverband über ca. 100 Mitglieder verfügt, die aber finanzstärker sind als die beiden anderen Gruppierungen. Der neue Verband vertritt in Bayern und Thüringen somit ca. 600 Mitgliedsfirmen.
Die Holzwirtschaftsbranche in Bayern und Thüringen erzielte 2006 einen Umsatz in Höhe von rund 8,5 Mrd. und beschäftigte ca. 45.000 Arbeitnehmer. Der Umsatz steigerte sich gegenüber 2005 um 10 Prozent. Während die Zahl der Betriebe noch um 2,6 Prozent abnahm, konnte nach Jahren des Abbaus bei den Beschäftigten wieder ein Zuwachs in Höhe von 0,2 Prozent erreicht werden.

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