VdDK-Bilanz für September
Leichte Erholung auf dem Küchenmöbelmarkt
Ein subtiles Plus von 1,26 Prozent weist die Monatsbilanz der deutschen Küchenindustrie laut amtlicher Statistik für September im Vergleich zum Vorjahresmonat auf. Die mögliche Trendumkehr wird von einem starken Sprung im Inlandsumsatz begleitet: Um +4,07 Prozent wachsen die Einnahmen hierzulande an. Der Auslandsumsatz bleibt zurück.
Mehr Umsatz, mehr Arbeitsstunden: Inland erholt sich
Vorsichtiges Aufatmen bei Industrie und Handel: Endlich vermeldet der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) wieder positive Branchenzahlen. Das erfahrungsgemäß stärkere Herbstgeschäft hält zumindest im September Wort. Mit einem leichten Umsatzwachstum von +1,26 Prozent, mehr geleisteten Arbeitsstunden (+1,8%) und eine sehenswerten Zuwachs beim Inlandsumsatz (+4,07%) ist ein Aufschwung der Branche wieder zum Greifen nah.
Die Differenz beim erwirtschafteten Gesamtumsatz beläuft sich für die Monate von Januar bis September damit „nur noch“ auf -1,41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; ein Wert, den ein starker Jahresendspurt durchaus noch ins Positive drehen könnte.
September-Bilanz beim Auslandsumsatz noch negativ
Einzig das Auslandsgeschäft bremst: Dort verbuchten die hiesigen Hersteller trotz einer Exportquote von 46,11 Prozent (August: 44,05 %) ein Umsatz-Minus von -1,83 Prozent. Damit ist zwar auch auf den Exportmärkten eine Erholung spürbar, nachdem der Auslandsumsatz im August auf katastrophale -6,63 Prozent eingebrochen war. Doch im Vergleich zum Inlandsmarkt hemmen verzögerte Handelsabkommen und Zollankündigungen noch immer spürbar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt die Differenz im Auslandsumsatz sogar -1,45 Prozent.
Küche wird zum Rückgrat der Möbelindustrie
Kurzum: Da geht noch was. Dabei schneidet die Küche von allen Möbelsegmenten in der Gesamtjahresbetrachtung noch am besten ab. Rund 4,236 Mrd. Euro erwirtschaftete die Branche in 2025 bislang. Dem gegenüber steht der Möbelmarkt mit 11,71 Mrd. Euro – und einem dicken Minus von 4,26 Prozent in der bisherigen Bilanz von Januar bis September. Während Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel immerhin mit +2,09 Prozent ebenfalls im September anziehen, verzeichnet die Polstermöbelindustrie ein heftiges Minus von 22,54 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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