V-Zug AG
Konzernergebnis deutlich unter Vorjahr – 2025 „nicht zufriedenstellend“
Die verhaltene Marktentwicklung und ein schwächeres Projektgeschäft als angenommen belasten das finanzielle Ergebnis des Schweizer Hausgeräteherstellers V-Zug stark. So halbierte sich das Betriebsergebnis (EBIT) auf 11,6 Mio. CHF (Vorjahr: 25.3 Mio. CHF). Das erzielte Konzernergebnis beläuft sich auf 6,8 Mio. CHF – nach 21,4 Mio. CHF im Vorjahr. Als Gründe macht die V-Zug AG die starke Kaufzurückhaltung, fehlende Wachstumsdynamik und überproportionale Fixkosten im eigenen Umfeld aus. Mit strategischen und operativen Weichenstellungen soll das Unternehmen schnellstmöglich zu profitablem Wachstum zurückkehren.
Deutlich geschrumpftes Konzernergebnis 2025
Die herausfordernden Zeiten halten an: Schon im Herbst des abgelaufenen Geschäftsjahres hatte V-Zug eine Gewinnwarnung für 2025 herausgegeben. Nun hat sich diese bestätigt. Das finanzielle Ergebnis des Betriebsjahres sei „nicht zufriedenstellend“, lässt der Hausgerätehersteller in einer Mitteilung verlauten.
So proklamiert die Gruppierung einen Nettoerlös von 567.4 Mio. CHF (Vorjahr: 591.7 Mio. CHF, – 4.1 %). Das geringere Verkaufsvolumen wirkte sich aufgrund der Fixkosten überproportional auf das Betriebsergebnis aus. Dieses reduzierte sich auf 11.6 Mio. CHF (Vorjahr: 25.3 Mio. CHF), die EBIT-Marge ging von 4.3 % auf 2.0 % zurück. Das Konzernergebnis belief sich auf 6.8 Mio. CHF (Vorjahr: 21.4 Mio. CHF).
Eigenmarkengeschäft rückläufig – OEM gewinnt hinzu
Die negative Bilanz, erklärt das Unternehmen, liege nicht zuletzt an einem äußerst anspruchsvollen Marktumfeld, das von geringer Kaufkraft und geo- sowie handelspolitischen Spannungen geprägt sei. Sondern auch von niedrigeren Umsätzen im Projektgeschäft in der Schweiz, von dem einige Aufträge – so berichtete es V-Zug bereits unterjährig – unvorhergesehen geplatzt waren. Zugleich hat V-Zug durch den Bau seiner vertikalen Fabrik am Standort Zug und der Modernisierung des Produktionsgeländes seit Jahren hohe Fixkosten.
Mit Blick auf die Schweiz, in der das Unternehmen nach eigenen Angaben Marktführer ist, zeigt der Hausgerätemarkt nach leicht rückläufigen Tendenzen nun endlich Anzeichen einer Stabilisierung. Dennoch fährt V-Zug auch am Heimatmarkt ein Minus ein: So ging der Nettoerlös um 3.8 % zurück. International hat sich der Nettoerlös um 5.6 % reduziert, wobei das Eigenmarkengeschäft mit 18.2 % rückläufig war, das OEM-Geschäft sich hingegen mit 20.0 Mio. CHF (Vorjahr: 9.8 Mio. CHF) normalisiert hat.
Maßnahmen für profitables Wachstum
Die Anleger:innen dürften dennoch aufatmen: Auf Basis zentraler Entscheidungen, die V-Zug als „Weichenstellungen hin zu profitablem Wachstum“ bezeichnet, schlägt der Verwaltungsrat eine unveränderte Dividende und Ausschüttung aus den Kapitalreserven im Gesamtwert von 0.90 CHF pro Aktie vor.
Der Entschluss basiert zum einen auf einer soliden Eigenkapitalbasis. So erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 77.1 % (Vorjahr: 76.4 %). Die flüssigen Mittel und Wertschriften beliefen sich auf 60.1 Mio. CHF (Vorjahr: 83.5 Mio. CHF). „Unsere finanzielle Position ist stark und robust. Das gibt uns den Handlungsspielraum, um die notwendigen Investitionen in Strategie, Produkte und Organisation auch in Zukunft umzusetzen“, erklärt CFO Adrian Ineichen.
Zu den „Weichenstellungen“ zählen strategische, operative und personelle Entscheidungen.
- Strategisch: Start der Programme „Simplify“ (Vereinfachung von Strukturen und Prozessen, Effizienzsteigerung, Kosteneinsparungen) und „Grow“ (Stärkung der Marktpräsenz, Ausbau von Vertriebsorganisationen und Verkaufsmaßnahmen).
- Operativ: Inbetriebnahme der vertikalen Fabrik „Zephyr Ost“ zur Bündelung von Produktion, Montage und Logistik sowie Erweiterung des Standorts Rotkreuz mit Integration des Ersatzteillagers aus Hünenberg zur Steigerung der Effizienz.
- Personell: Christoph Kilian ist seit April 2025 CEO; Barbara Hans (CMO) und Yvonne Ongetta (Chief International Officer) verstärken die Führung seit kurzem bzw. demnächst. Im Verwaltungsrat treten drei Mitglieder nicht mehr an, neu vorgeschlagen sind Ivo Wechsler und René Zahnd.
Ausblick: V-Zug kündigt neue Produkte an
Schon jetzt kündigt V-Zug für das laufende Jahr eine Weiterentwicklung seines Produktportfolios an. Im Fokus stehen unter anderem neue Gerätegenerationen mit höherer Energieeffizienz. Produkteinführungen soll es unter anderem im Bereich Kochfelder geben.
Insgesamt blickt V-Zug mit „verhaltenem Optimismus“ ins laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen sei demnach überzeugt, von den getroffenen Maßnahmen zu profitieren. Positiv stimme, dass V-ZUG im internationalen Eigenmarkengeschäft einen soliden Auftragseingang verzeichnete und sich die Dynamik im Schweizer Markt positiv entwickele. «Jetzt geht es darum, unsere operative Exzellenz weiter zu steigern und unsere starke Marktposition in der Schweiz sowie in ausgewählten internationalen Märkten auszubauen», sagt CEO Christoph Kilian.

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