Süddeutsche Zeitung
Urban und smart: Der Angriff des guten Geschmacks
Die Startseite ihrer Wochenendbeilage widmet die "Süddeutsche Zeitung" vom 10/11.November einem Einrichtungsthema. Unter der Headline "Angriff des guten Geschmacks" macht sich der Autor auf den Weg, in der heutigen Gesellschaft
Die Startseite ihrer Wochenendbeilage widmet die "Süddeutsche Zeitung" vom 10/11.November einem Einrichtungsthema. Unter der Headline "Angriff des guten Geschmacks" macht sich der Autor auf den Weg, in der heutigen Gesellschaft die Demokratisierung einer modernen, nahezu baushaus-nahen Lebens- und Einrichtungswelt auszumachen. Vom Möbel über Motel One bis hin zu Tchibo-Produkten. Motto: "Das kantig-klare Design erfasst nun die gesamte Warenwelt." SZ-Autor Johan Schloemann macht seine Analyse an den Followern der Schrankwand fest: "Der modernistisch-aufgeräumte Stil, den die Gegenwart recht einhellig als guten Geschmack ausmacht, hat seinen Siegeszug als Massenphänomen angetreten. All die tiefer gelegten Sitzgruppen mit den markanten rechten Winkeln und den Mac-Book-breiten Armlehnen, all die freischwingenden Stühle, all die schnörkellosen Couchtische, Sideboards, offenen Küchen und mattgebürsteten Kleiderschränke werden inzwischen von den großen Möbelhäusern wie Ikea, Höffner oder dem unentrinnbaren XXXLutz unters Volk gebracht und billig nachgebaut."
Der Autor beklagt harte Zeiten für Snobs – nichts Exklusives mehr. Wo kann sich gehobener Geschmack überhaupt noch abgrenzen, wo lässt sich das Besondere festmachen? Ein amüsant zu lesender, nachdenklich stimmender Beitrag für alle, die in der Möbelbranche und als Architekten hochwertig, exklusiv und mit neuen Design-Ideen unterwegs sind.

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