Holger Hanhardt, Geschäftsführer der Hartmann Möbelwerke, setzt auf eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit mit seinen Handeslpartnern. Foto: Hartmann Möbelwerke

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„Unser wichtigster Rohstoff ist Frieden"

Durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen kommt es bei Hartmann Möbelwerke aktuell zu Lieferverzögerungen. In einem Brief an seine Händler schreibt Geschäftsführer Holger Hanhardt: „Nach Materialpreissteigerungen, erschwerter Rohstoffversorgung und der Corona-Pandemie bekommt die gesamte Möbelbranche nunmehr auch die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und den daraus resultierenden Sanktionen zu spüren. Sanktionen, die wir bei den Hartmann Möbelwerken vollumfänglich unterstützen. Die Bilder, die uns tagtäglich aus der Kriegsregion erreichen, machen uns alle betroffen und fassungslos. Sie machen gleichzeitig aber auch bewusst, dass Sicherheit und Frieden in Europa keine Selbstverständlichkeit sind. Sie zeigen in erschreckender Art und Weise deutlich, dass die Einhaltung der Menschenrechte, Demokratie und Freiheit unbezahlbare Werte sind, die es zu verteidigen gilt. Sogar dann, wenn dies Einschränkungen im Leben eines jeden Einzelnen bedeutet.

Die Herausforderungen, vor denen wir bei den Hartmann Möbelwerken in der aktuellen Situation stehen, sind mannigfaltig. Viele der (Vor-) Materialien, die wir für unsere beliebten Massivholmöbel benötigen, sind aktuell aufgrund unterbrochener Lieferketten nur noch schwierig oder gar nicht zu bekommen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, neue Wege der Materialbeschaffung zu finden, alternative Lieferketten aufzubauen. Doch erst wenn diese gefestigt sind und funktionieren, können wir die für Sie sicher wichtigste Frage exakt beantworten: Die nach dem Liefertermin Ihrer Möbelstücke.“

Alle Händler würden persönlich über die Lage und den Status ihrer Bestellungen informiert werden. Der Hersteller stoße dabei auf großes Verständnis. 98 Prozent hielten an ihren Bestellungen trotz längerer Lieferzeiten fest.

Daneben sieht sich der Massivholz-Produzent gezwungen, aufgrund der Preisexplosionen seine Preise anzupassen. Auf bestehende Bestellungen wirke sich dies aber nicht aus.

Gleichzeitig zeigt Hartmann soziales Engagement. Da rund ein Viertel der Belegschaft im Werk in Polen aus der Ukraine stammt und viele Fahrer aus dem Kriegsgebiet kommen, hat das Unternehmen ein Hilfsfond eingerichtet, über den der Betriebsleiter in Polen Gelder abrufen kann, um die zurückgebliebenen Familien vor Ort zu unterstützen. Auch die Mitarbeiter:innen in Beelen sowie Polen haben eine Spendenaktion ins Leben gerufen, obwohl sie aufgrund der Lage aktuell in Kurzarbeit sind. Zudem werde nach Unterkünften für die Geflüchteten gesucht.

„Alles hängt für die Menschen und unsere Branche momentan am Frieden. Aber da dieser derzeit, wie alles andere, ungewiss ist, werden wir Sie in den kommenden Wochen und Monaten auf allen Wegen kontinuierlich und transparent über die aktuelle Situation informieren“, verspricht Hanhardt.

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