Der Umsatz von Nobilia erhöhte sich 2011 um 8,6 Prozent auf 850,1 Mio. Euro.

Nobilia

Umsatzplus von 8,6 Prozent in 2011

Im vergangenen Jahr ist es Nobilia gelungen, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der letzten Jahre zu übertreffen. So realisierte das Unternehmen 2011 einen Umsatz von 850,1 Mio. Euro, das entspricht einem Plus von 8,6 Prozent im Vergleich zu 2010. Dabei belief sich der Inlandsumsatz 2011 auf 525 Mio. Euro (+6,2%), der Export erhöhte sich um 12,7 Prozent auf 325,1 Mio. Euro. Getragen wurde das Wachstum primär von dem Geschäft mit Holzteilen. Der Umsatz mit Elektrogeräten zeigt ein zwar noch unterproportionales, aber positives Wachstum. Im Inland ist die Quote der Komplettkommissionen konstant und daher das E-Gerätegeschäft mit gewachsen - vor allem dank der Eigenmarken Progress, Junker und Leonard. Der Marktanteil von Progress war mit fünf Prozent leicht rückläufig und verlagerte sich hin zur neuen Marke Junker. Nobilia macht die Komplettvermarktung mit den Eigenmarken "zunehmend Spaß", so Geschäftsführer Dr. Günter Scheipermeier während der heutigen Bilanz-Pressekonferenz.

Im Inland hat sich Nobilias Marktanteil von 30 Prozent stabilisiert. Im Vertriebsweg der Einrichtungshäuser konnte der Anteil von 35,2 auf nun 37 Prozent ausgebaut werden. Im Bereich Mitnahme/SB ging er dagegen von 21 auf jetzt 19,4 Prozent zurück. Als Grund nannte das Unternehmen den steigenden Anteil von zerlegter Ware in diesem Segment, die Nobilia nicht anbietet. Bei den Küchenspezialisten gelang dem Hersteller eine Steigerung des Marktanteils von 24,6 auf aktuell 25,9 Prozent. Im Hinblick auf die Verteilung innerhalb der Preisgruppen ergab sich 2011 folgendes Bild: Unterhalb von 2.000 Euro waren die Anteile von Nobilia weiter rückläufig. Dagegen stiegen sie in den mittleren Preisgruppen. So stammt in der Preisgruppe von 4.000 bis 6.000 Euro jede zweite am Inlandsmarkt verkaufte Kommission von Nobilia. Auch in der darüber liegenden Preisgruppe von 6.000 bis 8.000 Euro und oberhalb von 10.000 Euro sind die Marktanteile gestiegen.

Die Exportquote beträgt aktuell 38,2 Prozent (2010: 36,8%). In den meisten der insgesamt 67 Länder, die inzwischen die Liste der Auslandsmärkte umfasst, verlief das Jahr für den Hersteller positiv. "Nur die Aktivitäten in England und Schweden haben uns nicht glücklich gemacht", so Dr. Günter Scheipermeier. Weiterhin dominierend ist der Absatz in Frankreich mit einem Anteil von 40 Prozent am Export.

Der Außenumsatz der Unternehmensgruppe Nobilia betrug im vergangenen Jahr 920,4 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von neun Prozent. Schwerpunkt des Wachstums waren die Einzelhandelsketten Ixina in Frankreich und Belgien sowie Eggo und Euro-Center in Belgien.

Parallel zur Umsatzentwicklung sind auch die Produktionsmengen gestiegen. Gemessen an der Anzahl der Kommissionen belief sich der Absatz auf etwa 535.000 Einheiten. Rund 330.000 hiervon sind im Inland und 200.000 im Export abgesetzt worden. Dem liegt eine Produktion von etwa 5,4 Mio. Schränken und etwa 1,4 Mio. Arbeitsplatten zugrunde. Die Aufteilung zwischen den beiden Werken beläuft sich auf etwa zwei Drittel in dem Hauptwerk in Verl-Sürenheide und auf etwa ein Drittel im Werk in Verl-Kaunitz. Insgesamt wurden 2011 58,9 Mio. Euro investiert. Das ist der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Schwerpunkt war dabei vor allem die Erneuerung der Montage- und Versandhalle in Verl-Sürenheide.

Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 2.150 auf nunmehr 2.357. Um Engpässen bei der Beschaffung von Arbeitskräften vorzubeugen, hat Nobilia die eigene Ausbildung weiter ausgebaut. Die Anzahl der Auszubildenden erhöhte sich auf jetzt 91.

Erstmals war das Thema der Nachhaltigkeit als Unternehmensgrundsatz Teil der Bilanzpressekonferenz, denn das Unternehmen legt darauf immer mehr Wert. Allein die Stromkosten für die Produktion stiegen 2011 um 30 Prozent. "Da macht es wirtschaftlich durchaus Sinn, an einer Umweltbilanz zu arbeiten", betonte Scheipermeier. Inzwischen sind 80 Prozent aller eingesetzten Holzwerkstoffe zertifiziert. 2011 wurden zudem der komplette Papierverbrauch für Verkaufsunterlagen auf PEFC-zertifiziertes Papier umgestellt sowie ein völlig neues Entsorgungskonzept eingeführt.

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