Oberfränkische Möbelindustrie

Umsatzplus in 2007

Zufriedenstellendes Ergebnis: Trotz der Probleme in 2007 konnte die Möbelindustrie Oberfrankens im letzten Jahr ein Umsatzwachstum von 4,8 Prozent erzielen. Dies gab Norbert Furche, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und

Zufriedenstellendes Ergebnis: Trotz der Probleme in 2007 konnte die Möbelindustrie Oberfrankens im letzten Jahr ein Umsatzwachstum von 4,8 Prozent erzielen. Dies gab Norbert Furche, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen, während der heutigen Jahrespressekonferenz bekannt. Demnach haben sich die Erwartungen der stark von der Polstermöbelindustrie dominierten Branche an die zweite Jahreshälfte erfüllt. Das Wachstum liegt über dem Durchschnitt des Bundesgebietes bei Sitzmöbeln von 1,7 Prozent. Das Umsatzwachstum von 7,5 Prozent des ersten Halbjahres hat im zweiten Halbjahr erwartungsgemäß nachgelassen. Die Effekte, die in Folge der Mehrwertsteuererhöhung noch aus dem Jahr 2006 herrührten, konnten nicht über den Verlauf des ganzen Jahres gehalten werden. Auch die sonst übliche Belebung der Verkäufe im Herbst ist weitgehend ausgeblieben.
Nach wie vor leiden die Betriebe unter erheblichem Kostendruck im Bereich der Beschaffung: Die Preiserhöhungen im Materialsektor lagen zwischen 5 und 8 Prozent. Die Preise für Holz und damit auch Spanplatten, für Stoffe und Leder stiegen ebenso wie die Stahlpreise und die Energie- und Transportkosten auf breiter Front weiter, allerdings nicht ganz so stark wie noch 2006. Demgegenüber wurden die Preise bei Polstermöbeln im Durchschnitt des Jahres 2007 nur um 2,9 Prozent angepasst. 13 Prozent der Unternehmen haben ihre Preise überhaupt nicht erhöht.
Für 2008 sind die Unternehmen gedämpft optimistisch. 50 Prozent der Firmen bewerten die Geschäftsentwicklung günstiger als 2006. Dagegen erwartet nur ein Drittel der Firmen eine bessere Ertragslage. Bessere Erträge erzielen vor allem die Betriebe mit höherer Exportquote. Insgesamt konnte die Quote von 21 auf 23 Prozent gesteigert werden.