Holz- und Kunststoffe verarbeitende Industrie

Umsatzplus aber kein Grund zur Euphorie

Auf der heutigen Jahres-Wirtschafts-Pressekonferenz des Hauptverbandes der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige (HDH), konnte Präsident Johannes Schwörer positive Halbjahreszahlen vermelden, warnte aber vor allzu großer Euphorie. So legten die Umsätze der Herstellerbetriebe - nach einer schmerzhaften Konsolidierung im Jahr 2009 mit einem Minus von zwölf Prozent - im ersten Halbjahr um 3,8 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro zu. Trotzdem, so Schwörer, befinde sich die Branche deutlich unter dem Niveau des Jahres 2008. Zudem seien die letzten Spuren der Krise noch nicht beseitigt.

Die wichtigsten Umsatzzahlen im Überblick: Holzgewerbe (ohne Möbel) - Umsatz: 6,5 Mrd. Euro+ 8,8 %. Sägewerke - Umsatz 1,7 Mrd. Euro, + 24,5 %. Baunaher Bereich - Umsatz: 2 Mrd. Euro, + 5,3 %. Holzwerkstoffhersteller - Umsatz: 2,1 Mrd. Euro, + 2,4 %. Parkettproduzenten - Umsatz: 120 Mio. Euro, - 2 %. Holzverpackungen - 210 Mio. Euro, - 5,9 %. Genehmigte Ein- und Zweifamilienhäuser: + 5,2 %.

Für das Gesamtjahr 2010 wagte Schwörer folgende Prognose: "Aufgrund der sich insgesamt aufhellenden Konjunktur in Deutschland, der positiven Impulse im baunahen Bereich sowie der gestiegenen Auslandsnachfrage gehen wir für 2010 von einem Umsatzanstieg im Holzgewerbe von bis zu zehn Prozent aus. Für die gesamte Holz- und Möbelindustrie dürfte der Umsatzanstieg angesichts der verhalten positiven Entwicklung in der Möbelindustrie bei vier bis sechs Prozent liegen.

Insgesamt sind in deutschen Holzindustrie derzeit 150.600 Mitarbeiter in 993 Unternehmen beschäftigt.

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