Alno

Umsatzminus von rund 9 Prozent

Grund zum Jubel gab das Jubiläumsjahr für Alno nicht: Laut jetzt veröffentlichter Konzernbilanz sank der Nettoumsatz 2002 (nach 75jährigem Bestehen) um 9,1 Prozent auf 396,1 Mio. Euro. Damit ist der

Grund zum Jubel gab das Jubiläumsjahr für Alno nicht: Laut jetzt veröffentlichter Konzernbilanz sank der Nettoumsatz 2002 (nach 75jährigem Bestehen) um 9,1 Prozent auf 396,1 Mio. Euro. Damit ist der Konzern knapp unter Nobilia – mit 396,4 Mio. Euro jetzt Nr. 1 – gerutscht.
Zwar hätten die Töchter Impuls, Pino und Puris über dem Marktdurchschnitt gelegen, doch die Entwicklung des Stammgeschäfts mit der Marke Alno habe den Konzernschnitt weiterhin belastet. Zur Begründung wurden die Schieflage bei Marktbearbeitung, Sortimentspolitik und Vertrieb in der Vergangenheit sowie "erhebliche operative Altlasten" herangezogen.
Wie bereits berichtet, fielen die Verluste mit -10,2 Mio. Euro nicht ganz so hoch aus wie im Vorjahr. Dies sei auf die erhebliche Kosten-Reduzierung zurückzuführen. So konnten durch entsprechende Maßnahmen im Einkauf und zur Effizienzsteigerung mehr als 40 Mio. Euro eingespart werden (s. auch möbel kultur 4/2003). Ein wesentlicher Faktor ist außerdem der Personalabbau (-33%): Zum Ende 2002 hat der Konzern nur noch 1.851 Mitarbeiter beschäftigt. Hoffnung besteht auch mit Blick auf das Auslandsgeschäft, das im letzten Jahr um 13,6 Prozent anstieg, aber immer noch hinter den Erwartungen liege.
Trotz des negativen Verlaufs der letzten Jahre sei viel Positives in kürzester Zeit erreicht worden, so resümierte Konzernchef Dr. Frank Gebert auf der heutigen Pressekonferenz. Und schließlich stehe Alno nach gerade einmal 12 Monaten erst am Anfang der Stabilisierung und Neuausrichtung.