Sechs Prozent Umsatz büßten die Haus- und Heimtextilien 2018 ein.

IFH/BBE

Umsatzeinbruch bei Haus- und Heimtextilien

Wenig gefragt waren 2018 Teppiche, Matratzen, Gardinen und Co. Der „Branchenfokus Haus- und Heimtextilien 2019“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung beziffert die Umsatzeinbußen auf 600 Mio. Euro (- 6 %) und das Marktvolumen 2018 auf ca. 9,52 Mrd. Euro. Von 2015 bis 2017 betrug der Umsatz jeweils noch mehr als zehn Mrd. Euro.

„Der Bedarf an Haus- und Heimtextilien scheint bei den Konsumenten zumindest vorerst gedeckt zu sein, sodass der Markt aktuell nicht von den guten konjunkturellen Rahmenbedingungen profitieren kann. Hinzu kommt, dass es der Branche an markteigenen Treibern fehlt, die für Aufschwung sorgen könnten. Das Thema ‚gesunder Schlaf‘ beispielsweise ist zwar weiterhin präsent, kann aber nicht mehr wie zuvor Umsatzimpulse liefern“, erklärt Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln.

Den Prognosen der IFH- und BBE-Branchenexperten zufolge wird der Markt für Haus- und Heimtextilien auch künftig bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 0,3 Prozent nahezu stagnieren.

Aktuell hält der Fachhandel 43 Prozent der Marktanteile, aber Onlineanbieter, allen voran die Internet-Pure-Player, gehören auch 2018 zu den Gewinnern.

„Online lassen sich beispielsweise die Grundeigenschaften von Matratzen und Lattenrosten einfach miteinander vergleichen. Alle tiefergehenden Produkteigenschaften sind für die meisten Verbraucher ohne weitere Erläuterung zu abstrakt. Stationäre Anbieter sollten weiter Energie in neue Strategien investieren. Insgesamt ist der Spagat zwischen fachlicher Expertise und leicht verständlichen Inhalten – sowohl online als auch stationär – gefragter denn je“, weiß Stefan-Charles Jahner von der BBE Handelsberatung.

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