Dr. Dr. Günter Scheipermeier, Geschäftsführer von Nobilia, konnte erneut eine positive Unternehmens-Bilanz präsentieren.

Nobilia

Umsatz weiter ausgebaut

Kontinuierliches Wachstum seit mehr als zehn Jahren: Nobilia konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr erneut steigern. Wie das Unternehmen heute auf seiner Bilanzpressekonferenz mitteilte, erwirtschaftete es 743,2 Mio. Euro und damit 5,2% mehr als 2008 (706,5 Mio. €). Das Geschäft mit Elektrogeräten entwickelte sich dabei aufgrund technischer Besonderheiten in den einzelnen Exportländern leicht rückläufig. Erfolgreich verlief dagegen die Einführung der Electrolux-Marke "Progress". Gut ein Jahr nach dem Start erzielt sie bereits einen Marktanteil von 2,8 % am deutschen Markt für Küchen-Einbaugeräte.

Im Inland kletterte der Umsatz um 4,8 % auf 482,4 Mio. Euro nach oben (2008: 460,2 Mio. €). Dementsprechend wuchs der Marktanteil des Konzerns in Deutschland nach Menge von 27,1 % in 2008 auf 28,4 %. Die dominierende Stellung Nobilias festigte sich dabei sowohl in dem Vertriebsweg Einrichtungshäuser (2009: 32,9 %, 2008: 31,9 %) als auch bei den Küchenspezialisten (22,3 %). Einzige Ausnahme bildet der Mitnahme-Bereich, wo sich der Anteil von 24,3 % in 2008 auf 24 % leicht rückläufig entwickelte.

Beim Exportgeschäft legte der Küchen-Primus entgegen dem allgemeinen Trend ebenfalls zu. So stieg der Auslands-Umsatz um 5,9 % auf 260,8 Mio. Euro (2008: 246,3 Mio. €). In diesem Jahr soll diese positive Entwicklung weiter fortgesetzt werden. Neben den Hauptmärkten in Europa kommt auch das Objektgeschäft in Asien wieder in Fahrt: "Wir werden in China 2010 mindestens 7.000 Küchen verkaufen", kündigte Geschäftsführer Dr. Dr. Günter Scheipermeier an. Wobei auch die Logistikkosten immer attraktiver werden: "Es ist heute billiger, eine Küche nach Shanghai zu bringen als nach Marseille."[page_break]

Weitere Zuwächse konnte Nobilia 2009 im Handelsgeschäft verzeichnen, das der Konzern ausschließlich im Ausland betreibt. So agierte Menatam (Belgien) mit dem Konzept "èggo" erfolgreich am Markt. Mittlerweile gehören der Kette bereits 40 Küchenstudios an. Kutchenhaus in Großbritannien, das über fünf eigene und ein Franchise-Studio verfügt, verzeichnete ein Umsatz-Plus von 33 %. Mit einer Negativ-Entwicklung von 29% hatte nur Noblessa in Schweden zu kämpfen (derzeit sieben Häuser). Zudem hatte Nobilia 2009 eine Minderheitsbeteiligung an der FBD S.A. in Frankreich erworben. Dabei handelt es sich um eine Franchise-Organisation der Snaidero-Gruppe mit drei Vertriebsschienen und etwa 300 Partnern, die hauptsächlich in Frankreich und Belgien ansässig sind.

Darüber hinaus hat Nobilia sein Engagement in Dänemark verstärkt. Seit diesem Jahr beliefert das Unternehmen den Filialisten Vordinborg mit 20 Häusern zu einhundert Prozent. Vordinborg war ursprünglich als Hersteller mit eigenen Geschäften in dem Land aktiv.

Um fit für die Zukunft zu bleiben, investierte Nobilia u.a. weiter in sein Werk in Verl-Kaunitz. Dabei flossen 9,7 Mio. Euro in den Ausbau von Hallen und Gebäuden. Weitere 21,1 Mio. Euro wurden für den Maschinenpark aufgewendet. Für dieses Jahr sind zusätzliche Investitionen für das Werk sowie den Standort in Verl-Sürenheide vorgesehen.

Diese Seite teilen