Sonae Indústria

Umsatz im Jahr 2006 um 16 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gesteigert

Der Holzwerkstoffriese Sonae Indústria – zu dem unter anderem auch die Glunz AG gehört – konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro steigern. Das

Der Holzwerkstoffriese Sonae Indústria – zu dem unter anderem auch die Glunz AG gehört – konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro steigern. Das geht aus dem Geschäftsbericht des portugiesischen Konzerns hervor. Demnach erhöhte sich der konsolidierte Jahresüberschuss vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 208 Millionen Euro im Jahr 2005 auf 234 Millionen Euro. Der Nettogewinn nach Minderheitenanteilen verringerte sich von 36 Millionen Euro auf 32 Millionen Euro. Der Rückgang basiert auf dem Anstieg der Nettofinanzierungsaufwendungen in 2006.
Vorstandschef Carlos Bianchi de Aguiar wies in seinem Statement zum Geschäftsbericht auf die erschwerten Marktbedingungen zu Beginn des vergangenen Jahres hin. Ein Hauptgrund: Der fortdauernde Preisanstieg für Rohmaterialien, vor allem bei den ölabhängigen Transport- und Energiekosten. "Dieser negativen Entwicklung wurde allerdings im Laufe des Jahres durch Produktivitäts- und Absatzsteigerungen sowie einer Erholung der Preise auf unseren Hauptmärkten entgegengewirkt", sagte er. Zudem hätten die langsame Verbesserung des Wirtschaftsklimas und die Konsolidierung in Zentraleuropa zu einer Wende in der Entwicklung beigetragen.
Unter anderem übernahm Sonae Indústria 2006 in Deutschland drei Werke der Hornitex-Gruppe. Damit wurde laut Carlos Bianchi de Aguiar die Produktionskapazität um 1,4 Millionen Kubikmeter gesteigert und ein Beitrag zur Konsolidierung der mitteleuropäischen Holzwerkstoffindustrie geleistet. Darüber hinaus wurde für das MDF-Werk in Eiweiler mit Tarkett ein Joint Venture für die Produktion und den Vertrieb von Laminatfußböden geschlossen.
Für das Geschäftsjahr 2007 erwartet Sonae Indústria eine positive Geschäftsentwicklung bezüglich Absatzvolumen und Preisentwicklung. Jedoch werde der Druck auf die Holz- und Bindemittel-Beschaffungspreise auch weiterhin nicht nachlassen. Die Priorität des Konzerns liegt daher weiterhin auf der Rentabilitätsteigerung des aktuellen Anlagevermögens. Sonae Indústria strebt durch fortlaufende Innovationen auf allen Ebenen der Organisation weitere Effizienzsteigerungen in der Produktion und in den Geschäftsprozessen an.