?Insgesamt haben wir eine gute Rendite erwirtschaftet, was mit Blick auf die schwierigen Rahmenbedingungen in 2011 besonders erfreulich ist?, betont Alexander Birken, Otto-Vorstand Personal, Steuerung und IT.

Otto

Umsätze verlagern sich weiter ins Internet

Otto wird nach aktueller Prognose im Geschäftsjahr 2011/2012 seinen im Vorjahr stark gestiegenen Umsatz von rund 2,1 Mrd. Euro halten können. Der Zuwachs im Geschäft über das Internet konnte knapp zweistellig ausgebaut werden. Rund drei von vier Umsatzeuro erwirtschaftet die Kerngesellschaft der Otto Group damit heute online. "Nach dem über 13-prozentigen Umsatzwachstum im Vorjahr sind wir mit dem aktuellen Geschäftsverlauf im Jahr 2011/12 sehr zufrieden", sagt Alexander Birken, Otto-Vorstand Personal, Steuerung und IT (Foto).

Bedeutender Wachstumstreiber bleibt nach wie vor das so genannte One-Stop-Shopping. Dr. Michael Heller, Otto-Vorstand Angebots- und Category-Management zeigt sich mit dem Ausbau des Angebots zufrieden: "Zuletzt konnten wir für das One-Stop-Shopping-Konzept renommierte Markenanbieter wie Only, Vero Moda, Jack & Jones, Mango, Street One und Cecil gewinnen."

Das Mobile Commerce steht für Otto aktuell ganz oben auf der Agenda: "Eines der Zukunftsthemen ist dabei der Online-Commerce über mobile Endgeräte. Die Mobile-Umsätze für den Handel mit haptischen Gütern sind derzeit zwar noch auf niedrigem Niveau, wachsen jedoch rasant. Die Mobile-Nachfrage betrug bei Otto allein im Weihnachtsgeschäft rund fünf Mio. Euro. 2012 erwarten wir im deutschen E-Commerce-Markt die ersten relevanten Mobile-Umsätze", sagt Otto-Vorstandssprecher Dr. Rainer Hillebrand.

Dafür verstärkt sich der Hamburger Versender auch personell weiter. Insgesamt werden weit über 500 Stellen neu besetzt. Vor allem in der IT und im Bereich E-Commerce bestehe ein hoher Bedarf. Zusätzlich hält das Unternehmen jährlich 250 Stellen für Praktikanten und Diplomanden bereit.

Die aktuelle Marktentwicklung bewertet Otto als gefährlich. So herrsche "weiterhin ein scharfer und zum Teil ruinöser Preiskampf, insbesondere im Textil- und Technikbereich". Deshalb richtet der Otto-Vorstand seine Ziele für das begonnene Geschäftsjahr 2012/13 strikt nach Ertragskriterien aus. "Unser Ziel ist es, unsere Rendite deutlich zu steigern. Wenn dies zu Lasten unrentabler Sortimente oder eines sinkenden Umsatzes geht, dann würden wir das in Kauf nehmen wollen. Der reine Zugewinn von Marktanteilen - wie er von einigen Wettbewerbern betrieben wird - ist keine nachhaltige Strategie und deshalb keine Option für Otto", meint Alexander Birken.

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