Küchenindustrie

Umsätze bis März auf Rekordniveau

Ein Plus von 15,64 Prozent (insgesamt 930.094 Euro) weist die Umsatzstatistik der deutschen Küchenmöbelindustrie im ersten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Dabei konnte die Branche erstmals nicht nur im

Ein Plus von 15,64 Prozent (insgesamt 930.094 Euro) weist die Umsatzstatistik der deutschen Küchenmöbelindustrie im ersten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Dabei konnte die Branche erstmals nicht nur im Ausland Erfolge verbuchen, sondern schnitt mit 13,39 Prozent Plus (652.577 Euro) auch im Inland sehr gut ab. Dennoch sei die aktuelle Stimmung mit Vorsicht zu bewerten, warnt VdDK-Geschäftsführer Dr. Lucas Heumann. Denn schon im 2. Quartal sei eine "deutliche Beruhigung der Geschäftstätigkeit im Inland" zu bemerken. Insbesondere während der Fußballweltmeisterschaft habe in den Möbelhäusern gähnende Leere geherrscht. Insgesamt rechnet Heumann jedoch mit einem Jahresendergebnis, dass 4 bis 5 Prozent über dem Vorjahr liegt.
Ein wichtiger Impuls für das derzeitige Konsumhoch liege vor allem im Vorzieheffekt angesichts der Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr. "Wir rechnen daher im Jahre 2007 mit einem deutlichen Rückgang der Geschäftstätigkeit im Inland", so Heumann weiter. Deshalb sei es für die Küchenunternehmen wichtig, sich frühzeitig auf etwaige Einbrüche einzustellen. Um Produktivitätsreserven aufzubauen, bewertet der VdDK-Geschäftsführer in dieser Hinsicht Arbeitszeitverlängerungen ohne Lohnausgleich als "ausgesprochen positiv". Überdies würden diese entgegen der Behauptungen von Gewerkschaften neue Arbeitsplätze schaffen.