XXXLutz

Übernimmt Sonneborn und Zimmermann

Die Meldungen aus Wels reißen nicht ab. Nach der Knaller-News von gestern Abend mit der Ankündigung einen neuen Verband - "Giga-X" - gründen zu wollen, geht heute die Einkaufstour der Österreicher weiter: Die XXXL Unternehmensgruppe übernimmt die Einrichtungshäuser von Sonneborn in Lüdenscheid und Iserlohn (beide im Sauerland) und Möbel Zimmermann in Freudenberg (Südwestfalen). Hinzu kommen zwei Möbel-Mitnahmemärkte in Lüdenscheid-Hellersen und Kreuztal-Kredenbach sowie ein Logistikzentrum in Meinerzhagen. Die Unternehmensgruppe gehörte bis dato zu Union und wird zukünftig sicherlich auch "Giga-X" zuzurechnen sein.

Nach Angaben von Lutz beschäftigen die fünf Möbelhäuser rund 550 Mitarbeiter und vereinen eine Verkaufsfläche von insgesamt 85.000 am. Der Umsatz lag zuletzt, nach Schätzungen der "möbel kultur" bei gut 100 Mio. Euro. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörde.

"Es handelt sich um traditionsreiche Einrichtungshäuser an hervorragenden Standorten, die sich mit kompetenten Mitarbeitern, einem guten Preis-/Leistungsverhältnis und exzellentem Service viele treue Stammkunden und damit eine starke Marktposition erarbeitet haben", sagt Helmuth Götz, Sprecher der Geschäftsleitung der XXXL Möbelhäuser Deutschland, zu dem aktuellen Deal. "Die drei Möbelhäuser passen ideal zur Philosophie der XXXL Unternehmensgruppe und erweitern das bestehende Filialnetz sinnvoll."

Eine der Hauptaufgaben für das bisherige Management, das auch nach der Übernahme bleiben soll, werde es sein, die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte zu stärken. "Um dies zu erreichen, wollen wir unter anderem die internen Abläufe optimieren und die Werbung intensivieren", so Götz. "Mit diesen und weiteren Maßnahmen sollen die in ihren Regionen bestens etablierten Möbelhäuser Sonneborn und Zimmermann erfolgreich weiterführt werden."

Mit der Übernahme vergrößert sich das Filialnetz der XXXL Möbelhäuser in Deutschland auf 35 Standorte mit rund 10.500 Mitarbeitern. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Erst am vergangenen Donnerstag war bekannt geworden, dass sich XXXLutz mit 50 Prozent an Zurbrüggen (bis dato Atlas) beteiligt. Und gestern hatte sich die Begros von den Österreichern getrennt - und seinen Außenumsatz mit diesem Schritt von 6 Mrd. Euro auf geschätzte 3 Mrd. Euro halbiert.

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