Miele

Übernimmt Mehrheitsanteile bei KptnCook

Den aktuellen Kochboom spüren auch die gängigen Rezepte-Apps – als eine der am schnellsten wachsenden gilt KptnCook. 2014 von Eva Hoefer und Alex Reeg gegründet, kommt das Berliner Start-up inzwischen auf über 20 Millionen Sessions im Monat, wurde mehrfach preisgekrönt und gehört zu den Marktführern. Grund für Miele, das Engagement auszuweiten. Seit 2018 ist der Gerätehersteller bereits an dem Unternehmen, das aktuell 37 Mitarbeiter beschäftigt, beteiligt und hat seinen Anteil nun auf über 50 Prozent erhöht.
„Mit der Erhöhung der Beteiligung an KptnCook baut Miele sein Engagement in digitale Geschäftsmodelle ebenso weiter aus wie die Synergien mit bestehenden Angeboten“, sagt Gernot Trettenbrein, Geschäftsführer der Miele Venture Capital GmbH und Leiter der neu gegründeten Business Unit New Growth Factory bei Miele. Konkret gehe es insbesondere um eine engere Verzahnung der KptnCook-App mit dem smarten „CookAssist“. In Verbindung mit neuen Miele-Induktionskochfeldern der Baureihe KM 7000 führt das Assistenzsystem Schritt für Schritt durch den gesamten Bratprozess, sodass auch anspruchsvolle Gerichte ohne jede Vorkenntnis gelingen – nach Rezepten von KptnCook.

Für KptnCook bietet sich zudem die Möglichkeit, die Position in Deutschland, Österreich und der Schweiz auszubauen und weitere internationale Märkte zu erschließen.Auch das bestehende Geschäftsmodell als solches wird erweitert, zum Beispiel mit Zusatzfunktionen wie einem persönlichen Wochenplaner. „Zukünftig wollen wir die individuellen Vorlieben der einzelnen Nutzerinnen und Nutzer bei den Rezeptvorschlägen – zum Beispiel nach vegetarischen oder veganen Gerichten – noch stärker berücksichtigen und mit dem Einkaufserlebnis im Supermarkt verzahnen“, erklärt Geschäftsführer Alex Reeg.

Dass Start-ups, die sich eine Community mit Rezepte-Apps aufgebaut haben, für Gerätehersteller eine sinnvolle Symbiose darstellen, hat sich schon zuvor gezeigt. Beispielhaft war die Kooperation und spätere Übernahme der App Kitchen Stories durch die BSH, und auch Miele hatte mit dem Berliner Unternehmen kooperiert. 

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