Salon du Meuble
Übernimmt Frankfurt?
Der Salon du Meuble vor dem Aus? Seit langem ist die Pariser Veranstaltung unter Druck. Weniger Aussteller, zurückgehende Besucherzahlen und mangelnde Internationalität ließen die Messe in der Akzeptanz der Branche
Der Salon du Meuble vor dem Aus? Seit langem ist die Pariser Veranstaltung unter Druck. Weniger Aussteller, zurückgehende Besucherzahlen und mangelnde Internationalität ließen die Messe in der Akzeptanz der Branche sinken. Jetzt will die Unifa (Union des industries francaises de l ameublement), Eigentümer der Möbelmesse in der französischen Hauptstadt, die Notbremse ziehen. Wie die französische Fachzeitschrift "Journal du Textile" in ihrer Märzausgabe meldet, sucht Unifa bereits seit mehreren Monaten einen Partner. Der potenzielle Kandidat soll über die einhundertprozentige Unifa-Tochter und Salon-Organisatorin Cosp (Compagnie de Organisation des Salons des Professions) ins Messeboot einsteigen.
Von den bisher sechs Interessenten sollen drei in der engeren Auswahl stehen: die Messe Frankfurt, die französische Exposium und die Reed Messe, zu der auch die erfolgreiche Pariser Maison & Objet zur Hälfte gehört. Sollte Reed also den Zuschlag bekommen, wird Safi als Organisatorin der Maison & Objet die Regie über den Salon übernehmen. Dann wird der Salon du meuble voraussichtlich mit dem Planète Meuble fusionieren. Der Planète feierte im Januar seine Premiere und findet zeitgleich zur Maison & Objet in Paris Le Bourget statt.
Noch bis Ende März können Interessenten ihre Konzepte für die Beteiligung an der Cosp einreichen. Laut Journal du Textile soll die Unifa bereit sein, die Kapitalmehrheit an der Cosp abzugeben, will jedoch nicht das ganze Tochterunternehmen abstoßen. Den Salon du Meuble schätzt das Journal du Textile als möglichen "schlafenden Riesen" ein – nicht jedoch als einfachen Partner. Denn die Messe sei zwar wichtig für die Branche, habe allerdings in den zurückliegenden Jahren mit Problemen zu kämpfen gehabt. (Bild: Salon du meuble)

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