Max Bahr

Übernahme durch Hellweg ist geplatzt

Herber Rückschlag für die 3.600 Mitarbeiter von Max Bahr: Soeben gibt der Insolvenzverwalter Dr. Jens-Sören Schröder bekannt, dass die vom Gläubigerausschuss bereits genehmigte Übernahme der Baumarktkette durch das Bieterkonsortium Hellweg/Möhrle

Herber Rückschlag für die 3.600 Mitarbeiter von Max Bahr: Soeben gibt der Insolvenzverwalter Dr. Jens-Sören Schröder bekannt, dass die vom Gläubigerausschuss bereits genehmigte Übernahme der Baumarktkette durch das Bieterkonsortium Hellweg/Möhrle geplatzt ist. Der Grund: Die Hauptvermieterin, die ebenfalls insolvente Gesellschaft Moor Park, konnte sich mit Hellweg nicht über die Übernahme der Mietverhältnisse einigen. Moor Park vermietet 66 der 73 ursprünglich zur Übernahme durch Hellweg vorgesehenen Bau- und Gartenmärkte.
Die Hauptgläubigerin von Moor Park ist die Royal Bank of Scotland. Sie hatte ihre Zustimmung davon abhängig gemacht, dass Hellweg eine Konzernbürgschaft entsprechend der bisherigen Konzerngarantie der insolventen Praktiker AG stellt. Die Praktiker AG hatte für ihre Konzerntochter Max Bahr im Jahr 2007 eine abstrakte Mietgarantie auf erstes schriftliches Anfordern über mehrere hundert Millionen Euro übernommen. Eine Konzernbürgschaft wollte Hellweg als mittelständisches Familienunternehmen nicht übernehmen.
Mit der Übernahme durch Hellweg hätten insgesamt 3.600 Arbeitsplätze in bundesweit 73 Bau- und Gartenmärkten erhalten werden können. Ziel von Insolvenzverwalter und Vermieter ist es jetzt, nach einem Abverkauf der Warenbestände, der in Kürze beginnen wird, durch Standortlösungen möglichst viele Märkte mit den zugehörigen Arbeitsplätzen zu erhalten. "Dazu
liegen bereits konkrete Interessensbekundungen von namhaften Unternehmen aus der deutschen
Baumarkt-Branche für zahlreiche Standorte vor", heißt es in der Pressemitteilung des Insolvenzverwalters.