Miele
Über 8 Prozent Plus in der Bilanz
Da der Berichtszeitraum traditionell am 30. Juni endet, kommt Miele jetzt mit seiner Bilanz 2014/15. Und die weist ein sattes Umsatzplus von 8,3 Prozent aus. Weltweit hat die deutsche Gerätemarke
Da der Berichtszeitraum traditionell am 30. Juni endet, kommt Miele jetzt mit seiner Bilanz 2014/15. Und die weist ein sattes Umsatzplus von 8,3 Prozent aus. Weltweit hat die deutsche Gerätemarke 3,49 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die Dynamik resultiert laut Unternehmensangaben vor allem aus den neuen Baureihen der Einbaugeräte sowie aus den Bereichen Wäschepflege und Staubsaugen, also den Kernkompetenzen des Gütersloher Familienunternehmens. Selbst die ökonomischen Krisenherde wie Russland und die Ukraine, im Mittleren Osten oder Griechenland haben das globale Konsumklima nicht verschlechtert. Auch Wechselkurse stellten sich für Miele positiv dar, wobei der währungsbereinigte Umsatzzuwachs immer noch 6,4 Prozent beträgt. Gleichwohl habe sich aber der Preiswettbewerb enorm verschärft.
In Deutschland erzielte Miele 1,03 Mrd. Euro Umsatz (+ 5,4 %). Durch Wachstumsmärkte wie USA, Australien, Großbritannien, Schweiz und Hongkong erhöhte sich der Auslandsanteil am Umsatz um einen Prozentpunkt auf 70,4 Prozent. Dabei habe sich sogar Russland, ebenso wie Länder Südeuropas, positiv entwickelt. Inwieweit sich der Export auf dem hohen Niveau halten lässt, hänge insbesondere von China – derzeit der größte Unsicherheitsfaktor – ab.
„Mit unseren Produkten und Vermarktungskonzepten sind wir richtig aufgestellt, um auch unter verschärfteren Wettbewerbsbedingungen unsere Marktposition auszubauen“, bekräftigt Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter, seinen Optimismus für die Zukunft. Auch die traditionelle Markenwerte wie Qualität und Langlebigkeit gelten als wertvolle Stütze, ebenso wie Innovationen, die Maßstäbe setzen: vom ersten Kombi-Gerät aus vollwertigem Miele-Dampfgarer und vollwertigem Mikrowellengerät bis zur Dosierautomatik. Ab Anfang 2016 wird „TwinDos“ zudem in der Lage sein, dem Benutzer via WLAN und Smartphone zu signalisieren, dass das Waschmittel zur Neige geht, Bestelloption inklusive. Hier zeige sich einmal mehr auch die Vorreiterrolle von Miele im Bereich „Smart Home“, also der intelligenten Vernetzung von Hausgeräten.
An der immer häufiger zu beobachtenden Strategie, über Zweit- oder Handelsmarken um Marktanteile zu ringen, will sich Miele jedoch nicht beteiligen. „Auf allen Geräten, die unsere Werke verlassen, steht Miele, und es ist auch Miele drin“, sagt dazu Dr. Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb.
Zum Stichtag 30. Juni 2015 arbeiteten weltweit 17.741 Beschäftigte für Miele (+ 0,5 %), davon etwas weniger in Deutschland 10.346 Mitarbeiter (- 0,6 %). Am 1. September werden zudem 500 Auszubildende bei Miele starten. Die Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 150 Mio. Euro investiert. Dabei lagen die Schwerpunkte bei der allgemeinen Modernisierung der Fertigungsanlagen, dem weiteren Ausbau des Vertriebs- und Logistikstandortes Gütersloh sowie der Errichtung neuer Showrooms in Metropolen wie Brisbane, Chicago, Peking oder Turin.

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