Blicken auf ein herausforderndes, aber umsatzstarkes Jahr zurück: Max Heller, Markus Schüller, Manfred Niederauer (v.l.).

Schüller

Über 30 Prozent mehr Auslandsumsatz

Die Küche als Dreh- und Angelpunkt des Zuhauses und als Rückzugsort in der Pandemie: Auch wenn Corona und Lieferengpässe zur Belastungsprobe wurden, hat auch Schüller letztlich von der positiven Marktdynamik überdurchschnittlich profitiert. So schloss Schüller das Jahr 2021 mit einem Umsatz von 671,5 Mio. Euro netto ab, was einem Zuwachs von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 197 Mio. Euro entfielen auf das Ausland (+ 31,8 %), was zur Exportquote von 29,3 Prozent führte. Im Inlandsmarkt erzielte das fränkische Unternehmen mit 474,5 Mio. Euro ein Plus von 5,1 Prozent.

Durch die deutlich gestiegenen Rohstoff-, Energie-, Logistik- und anderer Kosten wurde jedoch das Betriebsergebnis belastet, wie Schüller in seiner heute veröffentlichten Bilanz anmerkt. Dank des hohen Eigenfertigungsanteils sei die Lieferzuverlässigkeit dennoch „sehr gut gelungen“.

Das kontinuierliche Wachstum von Schüller schlug sich 2021 erneut in der gestiegenen Anzahl der Beschäftigten nieder. Im Durchschnitt waren 2.051 Mitarbeiter:innen (also 122 mehr als Ende 2020) beschäftigt, darunter 125 Auszubildende.

Wie sich bereits seit Jahren in der Branche abzeichnet, erweitert sich das Sortimentsspektrum zunehmend über die Grenze der Küche hinaus. Nach Hauswirtschaftraum und Garaderobe greift Schüller nun verstärkt der Bereich Wohnen durch Wohnwände und Sideboards oder mobile Arbeitsplätze auf. Gleich vier Designpreise fuhr daneben die Premiummarke next125 ein. Parallel zur digitalen „Innovation Tour“ konnte 2021 nach einem Jahr Pause auch wieder Messebesucher in Löhne empfangen. Durch digitale Services wurde auch das Extranet für die Handelspartner ergänzt, wie zum Beispiel durch den An[1]zeigen-Konfigurator oder das Schüller-Trainings-Center. Darüber hinaus ent[1]wickelte man gemeinsam mit den maßgeblichen Planungssoftwareherstellern die Funktion der technischen Auftragskontrolle. Permanente Prozessverbesse[1]rungen gehören zu den maßgeblichen Zielen von Schüller.

73,8 Mio. Euro wurden allein im vergangenen Jahr investiert. Das erste bis dritte Quartal 2021 standen dabei unter dem Zeichen der Installation von Produktionsmaschinen und -technik. So konnten pünktlich nahezu alle An[1]lagen, die für eine Überführung der bestehenden Nachtschicht in den neuen Produktionsbereich benötigt wurden, im September in Betrieb gehen. Diese Überführung und Inbetriebnahme bildet die Grundlage weiteren Wachstums am Standort Herrieden. Wachsende Bedeutung erhält zudem das Thema Nachhaltigkeit. Nach der Zertifizierung 2020 als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ wird verstärkt der „cradle-to-customer“-Ansatz in die Produktentwicklung einbezogen. Ein nachhaltiges Statement ist ebenso der neue Griff „OceanIX“ aus recyceltem Ozean-Plastik.

Die Nachfrage bleibt für Schüller auf einem nach wie vor hohem Niveau. Es sei davon auszugehen, dass auch 2022 die Kaufneigung, trotz vermutlich höheren Ausgaben im Urlaubssektor, positiv verläuft. Wichtige Impulse setzt erfahrungsgemäß die Eurocucina in Mailand (verschoben auf Juni), an der auch Schüller mit next125 wieder teilnehmen wird.

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