Nobilia

Über 17 Prozent Umsatzzuwachs in 2006

Immer schneller steigt die Wachstumskurve bei Nobilia inzwischen an: Mit 617 Mio Euro weist der Umsatz 2006 ein Plus von 17,1 Prozent aus. Die letzte drei Jahre zusammengenommen beträgt der

Immer schneller steigt die Wachstumskurve bei Nobilia inzwischen an: Mit 617 Mio Euro weist der Umsatz 2006 ein Plus von 17,1 Prozent aus. Die letzte drei Jahre zusammengenommen beträgt der Zuwachs sogar 40 Prozent. Wobei sich der Erfolg sowohl im In- als auch Ausland fortsetzt. Hierzulande betrug der Umsatz 448,6 Mio. Euro (+13 %), während der Export um 29,3 Prozent auf 169, 2 Mio. Euro zulegte. Letzteres allerdings noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau, wie Geschäftsführer Dr. Günter Scheipermeier auf der gestrigen Pressekonferenz in Verl einräumte. Bei der aktuellen Quote von 27,4 Prozent sei zumindest "noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht".
Erstmals sprach das Management bei seiner Bilanzkonferenz auch von der "Unternehmensgruppe Nobilia". Denn bereits 2004 und 2005 sei der Küchenhersteller im Ausland Beteiligungen von Handelsunternehmen eingegangen, die mittlerweile 45 Geschäfte umfassen. "Weil wir in den Ländern nicht die Vertriebspartner gefunden haben, die wir brauchten," erklärte Scheipermeier das Motiv. Bezieht man deren Außenumsätze mit ein, käme die Gruppenbilanz 2006 auf 661,5 Mio. Euro.
Ohnehin sei jedoch Nobilia bereits "die meistverkaufte Küchenmarke deutschland- und europaweit". Ein Statement, das Alno sicher nicht so stehen lassen würde, zumal Nobilia hierzulande als klassischer "No Name" gilt. Spannend bleibt dennoch die Frage, ob es das Verler Unternehmen tatsächlich schafft, den Umsatz des größten deutschen Küchenherstellers zu überrunden. Die Alno-Zahlen 2006 werden üblicherweise erst Mitte des Jahres veröffentlicht (Konzernumsatz 2005: 612 Mio. Euro). Und angesichts des neuen Alno-Investors und auch des jüngsten Joint-Ventures von Nobia/Mandemakers/Plana (mit entsprechenden Expansionszielen hierzulande) bleibt abzuwarten, wie sich mittelfristig die Machtverhältnisse verschieben.