Burgbad

Türken wollen Erfolgsunternehmen komplett übernehmen

Die Burgbad AG konnte sich im Geschäftsjahr 2007 von einem schwachen deutschen Markt abkoppeln. Während der Umsatz leicht von 75 auf 73,7 Mio. Euro sank, verbesserte sich die Ertragslage deutlich. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 19,2 Prozent auf 6,3 Mio. Euro. Damit erwirtschaftete der Badezimmereinrichter das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte bei einer Netto-Umsatzrendite von 8,6 Prozent. Das Unternehmen beschäftigte zum 31. Dezember 2007 598 Mitarbeiter. Ein Grund für den Erfolg ist das starke Wachstum im Ausland. Die Exportumsätze stiegen um 10 Prozent auf 32,3 Mio. Euro. Damit liegt der Auslandsanteil des Umsatzes jetzt bei 44 Prozent. "Wir konnten uns erfolgreich im internationalen Premiumsegment positionieren", freut sich der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Wennrich.

Diese positive Entwicklung dürfte auch der türkischen Industriegruppe Eczacibasi nicht entgangen sein, die das sauerländische Unternehmen nun konplett übernehmen will. Neben dem Kauf der Aktien von der im Familienbesitz befindlichen Ruddies Beteiligungs- und Vermögensgesellschaft mbH, die 50 Prozent plus eine Aktie an der Burgbad AG hält, haben die Türken dem Unternehmen am 28. April mitgeteilt, dass sie beabsichtigen, den Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot in Höhe von 20,12 Euro zu unterbreiten. Die türkische Industrie-Holding, die bereits 2007 die Fliesensparte von Villeroy & Boch übernommen hat, erhofft sich ein noch stärkeres Wachstum durch die Möglichkeit, künftig komplette Bäder einzurichten.

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