Blanco bleibt verhalten optimistisch bezüglich des Auslandsumsatzes 2010.

Blanco

Trotz Umsatzeinbußen gut aufgestellt

Die Blanco Küchentechnik-Gruppe blieb von der internationalen Krise nicht verschont. Der Hersteller von Haushaltspülen schloss das Geschäftsjahr 2009 mit einem konsolidierten Netto-Umsatz von 222 Mio. Euro ab. Das entspricht einem Rückgang von knapp 15 Prozent (2008: 260 Mio. Euro). Aufgrund der schwierigen Situation im Ausland - ausgelöst von der Immobilien- und Finanzkrise - insbesondere in den USA, England und Spanien, aber auch aufgund starker Einbußen in Osteuropa und Skandinavien, sank der Auslandsanteil auf 60 Prozent. Im Inland hingegen konnte der Küchentechnik-Spezialist aus Oberderdingen sogar zulegen und insgesamt seine Position in den meisten Märkten ausbauen. "Wir sind letztlich gestärkt aus der Krise herausgekommen", bewertet Achim Schreiber, Vorsitzender der Geschäftsführung, das abgelaufene Jahr. Obwohl die Umsätze im inländischen Gesamtküchenmarkt um ca. vier bis fünf Prozent zurückgegangen seien, gelang es dem Unternehmen, in Deutschland leicht zu wachsen und - auch durch seine konsequente Vertriebsorientierung auf den qualifizierten Küchen- und Möbelfachhandel - Marktanteile zu gewinnen.

Für das laufende Geschäftsjahr hat Blanco moderate Erwartungen. "Der positive Start in das Jahr stimmt uns dennoch optimistisch", so Schreiber zur derzeitigen Situation. "Der Aufschwung, der momentan zu beobachten ist, dürfte zum Teil noch durch den Aufbau von Lagerbeständen im Handel bedingt sein und birgt noch Risiken." Vor allem die ausländischen Märkte werden weiter starken Schwankungen unterworfen sein. Insbesondere in den osteuropäischen Ländern seien die Konsumenten auch aufgrund von Kreditlimitierungen zurückhaltend. Auch in Skandinavien sei die Marktsituation noch sehr angespannt. Insgesamt sei jedoch ein positiver Trend erkennbar; der deutsche Markt werde seinen Kurs von 2009 fortsetzen. "Wir sind gut aufgestellt und setzen weiterhin alles daran, unsere Prozesse zu verbessern", unterstreicht Rüdiger Böhle, kaufmännischer Geschäftsführer. [page_break] Blanco hatte sich bereits seit Ende 2008 mit einem Maßnahmenpaket zur Kostensenkung und Kurzarbeit für die Weltwirtschafts-Krise gewappnet. Sorgen bereitet dem Unternehmen im Moment die hohe Volatilität der Bösennotierungen für Rohstoffe vor allem bei Nickel. Gleichwohl bleibt Blanco positv gestimmt. Die beiden Säulen "wegweisende Materialien" sowie "führende Technologie" stützen diesen Optimismus. Als weltweit einziger in der Branche stellt Blanco Spülen in den drei maßgeblichen Werkstoffen Edelstahl (Sulzfeld), Silgranit (Sinsheim, Toronto) und Keramik (Istanbul) selbst her. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 1.200 Mitarbeiter (rund 100 weniger als im Jahr zuvor).

Diese Seite teilen