Die anhaltende Trockenheit bedroht den Wald als Ökosystem ebenso wie die Holzindustrie. Foto: Ulf Krummreich

HDH

Trockenheit bedroht den Wald und die Holzwirtschaft

Die akute Trockenheit und die damit verbundene Dürre stellen eine große Gefahr für den Wald als Ökosystem sowie für die Holzwirtschaft dar. „Kommt es zu einem dritten Dürresommer in Folge, drohen schwerwiegende ökologische und wirtschaftliche Folgen“, ist Denny Ohnesorge, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH) alarmiert. „Sollte die Trockenheit anhalten, kann es zu massivem Baumsterben in Deutschland kommen. Das bedroht unsere Ökosysteme und die langfristige Rohstoffgrundlage unserer Industrie. Holzindustrie und Forstwirtschaft sind deshalb extrem besorgt.“ Laut Deutschem Wetterdienst fielen im April dieses Jahr bisher nur rund fünf Prozent der üblichen Regenmenge. In einigen Regionen herrscht bereits die höchste Waldbrandgefahrenstufe. 

„Im Zusammenhang mit der Coronakrise könnte sich vor allem der Export von Holzprodukten, aber auch die Konjunkturaussichten der Holzindustrie weiter eintrüben. Von der Bundesregierung geplante konjunkturfördernde Maßnahmen müssen konsequent auf Klimaschutz und nachhaltige Wirtschaftsweisen ausgerichtet werden“, fordert Ohnesorge. Mit ihren Holzprodukten und der Holzenergie trügen die Betriebe der Branche unmittelbar zur Minderung des CO2-Ausstoßes und so zum Klimaschutz bei. 

Schon in den vergangenen beiden Jahren hatten die heimischen Wälder unter extrem hohen Temperaturen, Niederschlagsmangel und Schädlingsbefall gelitten. „Ein weiteres Dürrejahr würde den Wald und die Waldbesitzer als Lieferanten der Holzindustrie umso härter treffen und könnte tragische Konsequenzen haben“, gibt Ohnesorge zu bedenken.

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