DIHK fordert eine Kooperation von EU und Mitgliedsstaaten beim Ausbau der europäischen Verkehrsnetze.

DIHK

Transeuropäische Verkehrsnetze müssen ausgebaut werden

Die Mobilität von Gütern und Personen ist unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort Europa. Allein im Güterverkehr ist bis 2025 mit einem Zuwachs von 70 Prozent zu rechnen. Um das zu schultern, plant die EU den Ausbau von zehn prioritären Achsen innerhalb des europäischen Verkehrsnetzes: Sogenannte "Korridore". Sechs dieser "Korridore" würden durch Deutschland führen, das damit seine Stellung als wichtigstes Transitland weiter ausbauen könnte. Doch die Finanzierung ist ein Problem.

Allein bis 2020 sollen 89.500 km Straße, 94.000 km Zugstrecke, 210 Binnenhäfen, 194 Seehäfen und 366 Flughäfen ausgebaut und vor allem miteinander verbunden werden. Die Kosten bis 2030 werden auf 1,5 Bio. Euro geschätzt. Im EU-Haushalt sollen dafür 31,7 Mrd. Euro für die Jahre 2014 bis 2020 bereitgestellt werden - bei weitem nicht genug. Weiteres Kapital soll privat mobilisiert werden, doch über Höhe und Ausgestaltung einer solchen Finanzierung herrscht Unklarheit.

Der DIHK schlägt vor, die europäischen Pläne in die nationalen Infrastrukturplanungen der EU-Mitgliedsstaaten - allen voran Deutschland - aufzunehmen. In der Regel seien Projekte von europäischem Interesse gleichzeitig Projekte von nationalem Interesse. Dafür bedürfe es aber eines wesentlich besseren Dialogs zwischen Mitgliedsstatten und EU-Kommission. Ziel müsse ein gemeinsamer europäischer Ansatz sein, der von Deutschland mitgetragen werde.

Diese Seite teilen