Shopping-Center-Investmentreport
Transaktionsvolumen von Einzelhandelsimmobilien 2015 nahezu verdoppelt
Der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien ist weiter auf Wachstumskurs. Im Jahre 2015 konnte das Transaktionsvolumen gegenüber 2014 um 38 Prozent auf 55,1 Mrd. Euro zulegen, wie aus dem neuen "Shopping-Center-Investmentreport"
Der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien ist weiter auf Wachstumskurs. Im Jahre 2015 konnte das Transaktionsvolumen gegenüber 2014 um 38 Prozent auf 55,1 Mrd. Euro zulegen, wie aus dem neuen "Shopping-Center-Investmentreport" von Jones Lang Lasalle hervorgeht. Insbesondere Einzelhandelsimmobilien profitierten von der starken Nachfrage, so dass sich das Transaktionsvolumen hier auf 16,9 Mrd. Euro annähernd verdoppelt hat. Der Einzelhandelsanteil am Gesamtvolumen stieg im Vergleichszeitraum von 22 Prozent auf 31 Prozent.
Ein großer Teil des Wachstums des Einzelhandelstransaktionsvolumens war auf die Entwicklung bei den Shopping Centern zurückzuführen. Das Volumen stieg in diesem Segment von rund 2,0 Mrd. Euro 2014 auf 5,6 Mrd. Euro 2015 und hat sich somit annähernd verdreifacht. Ein Drittel des Einzelhandelsvolumens entfiel 2015 auf Shopping Center nach 23 Prozent im Vorjahr. Geprägt war das Rekordergebnis von der Übernahme von Corio durch Klépierre und den Einstieg des Canada Pension Plan Investment Board bei der MFI AG.
Auch wenn die gehandelten Portfoliotransaktionen, zu denen auch die beiden vorgenannten Übernahmen gezählt werden, im Vorjahresvergleich ihren Anteil von 16 auf 33 Prozent verdoppeln konnten, so dominierten nach wie vor Einzeltransaktionen das Marktgeschehen. Die Zahl der Einzeltransaktionen hat sich auf Jahressicht etwa verdoppelt. Bei den insgesamt rund 50 Einzeltransaktionen des Jahres 2015 lag der durchschnittliche Kaufpreis mit 76,5 Mio. Euro exakt auf dem Niveau von 2014. So wird deutlich, dass insbesondere kleinere Center den Besitzer wechselten.
Ausländische Investoren sind beim Erwerb von Shopping Centern in Deutschland nach wie vor stark vertreten. Auch wenn ihr Anteil am Transaktionsvolumen insgesamt 2015 gegenüber dem Vorjahr mit einem Rückgang von 65 auf 57 Prozent leicht zurückging, erwarben sie 2015 Shopping Center im Wert von 3,2 Mrd. Euro, in etwa das Zweieinhalbfache des Vorjahresvolumens.
Aus aktueller Sicht ist 2016 weiterhin mit einem Anstieg der Transaktionen im kleinteiligen Bereich zu rechnen. Diese Einschätzung wird unter anderem durch zwei Entwicklungen unterstu?tzt. Zum einen fächern viele Investoren weiterhin ihr Risikoprofil
auf, so dass sie vermehrt bereit sind, auch höhere Objekt- und Standortrisiken einzugehen.
Zum anderen wird der Pool an Investoren, die im Segment der Shopping Center aktiv sind, erweitert. Zunehmend ist zu beobachten, dass Investoren, die in der Vergangenheit überwiegend indirekt investiert haben, mittlerweile auch direkte Investitionen tätigen und sich dabei unter anderem auch bei Shopping Centern engagieren.

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