Still THE place to be: Die New Yorker Fifth Avenue hat bei den Spitzenmieten nochmals zugelegt. (Foto: A. Balet, wikipedia.org, "A view of Fifth Avenue from the Metropolitan Museum of Art")

Immobilienmarkt

Top-Einzelhandelslagen weltweit mit steigenden Spitzenmieten

Die Haupteinkaufsstraßen der Welt sind im vergangenen Jahr noch teurer geworden. In 81 Prozent aller untersuchten Länder sind die Ladenmieten in den Top-Standorten gestiegen oder haben sich auf hohem Level verfestigt. Lediglich in 19 Prozent aller Länder wurden sinkende Mieten registriert (Vorjahr: 34 Prozent). Diese Zahlen veröffentlichte heute Cushman & Wakefield (C&W) in dem Report "Main Streets Across The World", für den 278 Einzelhandelsstandorte in 63 Ländern analysiert wurden.

Auch in diesem Jahr ist New Yorks Fifth Avenue der teuerste Einzelhandelsstandort der Welt mit einen Anstieg der Spitzenmiete um 21,6 Prozent auf 1.392 Euro pro qm im Monat. Auch der zweite und dritte Platz des Standort-Rankings haben sich gegenüber dem Vorjahresbericht nicht verändert: Auf Platz zwei steht die Hongkonger Causeway Bay, wo eine Spitzenmiete von 1.202 Euro pro qm im Monat erzielt wird, gefolgt von Tokios Ginza, wo für einen Quadratmeter bis zu 646 Euro monatlich gezahlt werden. Auf den folgenden Plätzen: die Pitt Street Mall in Sydney (615 Euro), die Champs Elysées in Paris (614 Euro), die New Bond Street in London (575 Euro), die Via Montenapoleone in Mailand (567 Euro), die Zürcher Bahnhofstrasse (546 Euro), Myeongdong in Seoul (393 Euro) - und auf Platz 10 die Kaufinger Straße in München mit monatlich 330 Euro pro qm.

Die Kaufingerstraße ist damit auch im September 2011 weiterhin die teuerste Einkaufstraße in Deutschland. Die anhaltend hohe Nachfrage - vor allem durch internationale Einzelhändler - ließen die Mieten weiter steigen. Global Brands hat es aber auch in andere deutsche Großstädte geführt. Bis auf die Frankfurter Zeil, wo die Spitzenmiete unverändert stark bei 270 Euro pro qm im Monat geblieben ist, sind die Mieten nicht zuletzt aufgrund des knapper werdenden Flächenangebots an Deutschlands Top-Standorten weiter nach oben geklettert: In der Berliner Tauentzienstraße, in der Kölner Schildergasse, der Hamburger Mönckebergstraße und der Stuttgarter Königstraße liegt sie bei 260 Euro. Im September 2011 beläuft sich die Spitzenmiete auf der Düsseldorfer Königsallee auf 250 Euro, in der Leipziger Petersstraße auf 130 Euro und in der Dresdner Pragerstraße auf 105 Euro - jeweils Bruttomiete pro qm im Monat.

In ísterreich haben sich die Einzelhandelsmieten auf Vorjahresniveau gehalten: Die Flächennachfrage war gut - auch hier insbesondere von internationalen Einzelhandelsketten. Unter den deutschsprachigen Einzelhandelsstandorten belegt die Wiener Kärntnerstraße mit 275 Euro pro qm im Monat den dritten Platz nach Zürich und München.

Ganz besonders stark legten im weltweiten Vergleich die Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika zu. Im Raum Asien-Pazifik stiegen die Mieten um 12,2 Prozent. Wangfujing in Peking vermeldete mit +109,5 Prozent das (weltweit) größte Wachstum. In Südamerika stiegen die Mieten insgesamt um 10,6 Prozent, die García D'Avila Street in Rio de Janeiro verzeichnete hier mit +52,2 Prozent den höchsten Wert. Die Spitzenmiete in Lateinamerika wird in São Paulo (Iguatemi Shopping) erzielt und liegt bei 329 Euro pro qm im Monat. Die generelle Belebung des Einzelhandelssektors und die steigenden Mietniveaus sind insbesondere auf zunehmende Beschäftigungszahlen, eine Erhöhung des Lohnniveaus sowie bessere Finanzierungsmöglichkeiten in den Boom-Regionen zurückzuführen.

Diese Seite teilen