Portugal Home Week

Tolle Bilanz für die Messe-Premiere in Porto

Klein, aber sehr fein. So lässt sich die Premiere der Portugal Home Week beschreiben, die am 26. und 27. Juni in der nordportugiesischen Hafenstadt Porto initiiert worden ist. Dabei gelang es auf Anhieb, 50 Unternehmen aus den Produktbereichen Möbel, Licht, Heimtextilien und Dekoration zu versammeln. Das Ausstellungskonzept ähnelte einem Marktplatz: Ob Groß oder Klein, alle Aussteller erhielten eine gleich große Fläche zur Verfügung. Zu einer unvergleichlichen Atmosphäre trug auch das Ausstellungsgebäude bei, denn das Event fand im Alten Zollamt der Stadt statt.

Parallel zu der Messe fand der Home Summit statt, ein Kongress mit illustren Gästen wie Karim Rashid und Vertretern der portugiesischen Möbelindustrie. Interessant dabei: Die Herausforderungen im Süden des Kontinents sind die gleichen wie hier. In den Vorträgen ging es um Fachkräftemangel, Handel in Zeiten der Plattformökonomie und die Notwendigkeit zur klaren Positionierung. Auf den letzten Punkt haben die Portugiesen eine deutliche Antwort gefunden: Auf den Weltmärkten verstehen sie sich als kompetente Nischenanbieter im mittleren und oberen Preisbereich – und das mit völlig eigenständigen Designs. Die portugiesische Industrie besteht aus kleinen und mittelgroßen Betrieben, die im globalen Wettbewerb nicht die entsprechende Durchschlagskraft besitzen. Umso wahrscheinlicher ist es deshalb, Entdeckungen vor Ort machen zu können. So erging es zumindest den 200 Journalisten, Einkäufern und Händlern, die die 1. Portugal Home Week besuchten und von der Eigenständigkeit und der Qualität der Produkte angetan waren.

„Die portugiesische Einrichtungsbranche sowie die Objektausstatter tragen in besonderem Maße zur Handelsbilanz bei. Es ist ein Industriesektor, der kontinuierlich wächst und gerade was Möbel betrifft, ist der Grad der Wertschöpfung sehr hoch. Die Einbeziehung von Design-Aspekten macht die Veranstaltung zu einer besonderen Premiere. Erst recht, weil die Veranstaltung auch die erste ihrer Art ist, die versucht, den Einkäufern ein anderes Bild unseres nationalen Angebotsportfolios zu vermitteln,“ sagte Eurico Brilhante Dias, Minister für Internationalisierung.

Die Portugal Home Week wurde von einer breiten Interessengemeinschaft getragen. So stand nicht nur der nationale Möbelindustrie-Verband dahinter, sondern auch der Verband der holzverarbeitenden Industrie AIMMP, der nationale Verband der Leuchtenindustrie AIPI und das Istituto Europeo di Design IED.

Zum Hintergrund: Die portugiesische Einrichtungsbranche gliedert sich in vier Felder: Möbel, Heimtextilien, Leuchten und Dekoration. Nach einer jüngst erhobenen Statistik arbeiten 7.575 Unternehmen im Einrichtungssegment und beschäftigen dafür 61.000 Mitarbeiter. Der Branchenumsatz liegt bei 3,34 Mrd. Euro, wovon 2,49 Mrd. Euro mit dem Export in 180 Länder erzielt werden. Damit trägt das Segment Einrichten insgesamt 4,3 Prozent zu den portugiesischen Ausfuhren bei.

Nach dem Erfolg der Premiere stand schon bei der Abschlussgala fest: Die Portugal Home Week soll 2020 in die Fortsetzung gehen.

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