Maßmöbelanbieter im Performance-Check - I
Tim Ehling, Pickawood: “Corona hat die übliche Saisonalität komplett ausgehebelt”
Die Corona-Lage hat auch dazu geführt, dass die Verbraucher in den eigenen vier Wänden weniger Kompromisse eingehen wollten. So waren hochwertige und passgenaue Einrichtungslösungen stark nachgefragt. Davon konnten insbesondere Maßmöbelanbieter
Die Corona-Lage hat auch dazu geführt, dass die Verbraucher in den eigenen vier Wänden weniger Kompromisse eingehen wollten. So waren hochwertige und passgenaue Einrichtungslösungen stark nachgefragt. Davon konnten insbesondere Maßmöbelanbieter im Internet profitieren, sofern sie ihre Prozesse im Griff hatten. Wir haben deshalb mit den führenden Shops gesprochen, um zu erfahren, wie sie durch die Pandemie gekommen sind. Tim Ehling, Geschäftsführer von Pickawood berichtet von einem Jahr voller Unsicherheit und weit mehr als 30.000 Kunden, die sich inzwischen für Regale, Tische, Sideboards und Schränke nach Pickawood-Maß entschieden haben.
möbel kultur: Herr Ehling, wie sind Sie mit Pickawood durch das Corona-Jahr 2020 gekommen? Und wie schneiden Sie wirtschaftlich gegenüber Ihren Planungen ab?
Tim Ehling: Die Saisonalität, der der Möbelmarkt bis dahin unterlag, hat Covid-19 teilweise außer Kraft gesetzt. Während der Anfangsphase hat sich die Unsicherheit der Menschen auch in unseren Umsatzzahlen widergespiegelt. Während des 1. Lockdowns haben die Menschen dann verstärkt übers Internet eingekauft und sich für ihre Inneneinrichtung interessiert, was sich entsprechend positiv auf unsere Zahlen ausgewirkt hat. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung konnten wir ab der zweiten Jahreshälfte auch unsere Personalentwicklung fortführen und weitere Mitarbeiter einstellen.
möbel kultur: Was waren die größten Herausforderungen?
Tim Ehling: Zu Beginn der Krise war die Unsicherheit, wie wohl für viele andere Unternehmen auch, die größte Herausforderung. Im weiteren Jahresverlauf blieb es dann sehr schwierig vorherzusehen, wie sich Nachfrage und Umsatz entwickeln werden, um entsprechende Kapazitäten dafür zu schaffen.
möbel kultur: Wer ist Ihre Zielgruppe?
Tim Ehling: Unsere Zielgruppe ist in der Regel 35+ Jahre alt, hat ein mittleres bis hohes Einkommen und häufig Wohneigentum.
möbel kultur: Mit welchem Geschäftsverlauf rechnen Sie 2021 und was werden die größten Herausforderungen sein?
Tim Ehling: Wie bereits erwähnt, hat Corona die übliche Saisonalität im Möbelmarkt dieses Jahr komplett ausgehebelt. Daher ist es sehr schwer zu sagen, wie es 2021 weitergeht. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir auch in 2021 weiter wachsen werden.
möbel kultur: Denken Sie, dass das Thema Maßmöbel auch im stationären Handel Fahrt aufnimmt und von großen Anbietern wie Höffner oder XXXLutz verstärkt angeboten werden könnte?
Tim Ehling: Individualität und Exklusivität werden immer wichtiger, daher werden sich auch die stationären Anbieter diesem Thema zuwenden. Bei Küchen kann man diese Entwicklung bereits beobachten
möbel kultur: Welche Marketingkanäle bespielen Sie im Wesentlichen?
Tim Ehling: Wir probieren viele Marketingkanäle aus, wichtig ist für uns immer eine genaue Messbarkeit. Daher sind wir bei den Online-Kanälen deutlich stärker aufgestellt als bei klassischen Werbeformen.

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