Nobilia

Tausend Arbeitsplätze in Saarlouis geplant

Wie auf der Bilanzpressekonferenz am 23. Februar angekündigt, will Nobilia in Saarlouis ein weiteres Werk bauen – wobei vor allem die grenznahe Lage zu Frankreich, der mit Abstand größte Auslandsmarkt des Unternehmens, ausschlaggebend ist. Seit Freitag ist die Ansiedlung auf dem Lisdorfer Berg nun beschlossene Sache, denn der Grundstücksvertrag ist unterschrieben. Im Beisein von Saarlands Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und Nobilia-Gesellschafterin Anja Stickling betonte Sprecher Dr. Lars Bopf noch einmal die ideale Lage im Zentrum Europas, die für den Leader der europäischen Küchenbranche enorme logistische Vorteile mit sich bringt und auch die Beschaffung französischsprachiger Mitarbeiter wesentlich einfacher macht.

Der Bedeutung entsprechend wird ein Standort im großen Stil geplant: Auf etwa 120.000 qm können langfristig etwa 1.000 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz finden, was ungefähr der Größe der Werke in Verl-Sürenheide und Kaunitz gleichkommt. Das angepeilte Industriegebiet im strukturschwachen Saarland gilt zudem als GA-Fördergebiet, in dem Unternehmen bis zu 50 Prozent Zuschüsse auf Investitionskosten erhalten können.

Voraussichtlich soll das Bauen noch in diesem Jahr losgehen, schreibt die „Saarbrücker Zeitung“. Die ersten Schränke, die vorerst noch in Verl produziert werden, sollen ab 2020/21 in Saarlouis montiert werden. Eine große Herausforderung für Torsten Staude, der seit Dezember als technischer Geschäftsführer die Produktion verantwortet. Staude kommt vom Mischkonzern Danaher (mit weltweit über 400 Tochtergesellschaften) und hat dort den Bereich Medizin- und Dentaltechnik verantwortet.

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