Stilwerk

Stuttgarter Sorgenfall führt zu Mieter-Frust

In den oberen Etagen der Königsbau-Passagen herrscht gähnende Leere – mehrere Geschäfte sind nicht vermietet: Das Brenzlige an der Stuttgarter Situation ist, dass sie sich nicht recht erklären lässt. Offenbar

In den oberen Etagen der Königsbau-Passagen herrscht gähnende Leere – mehrere Geschäfte sind nicht vermietet: Das Brenzlige an der Stuttgarter Situation ist, dass sie sich nicht recht erklären lässt. Offenbar macht die schwäbische High-End-Kundschaft auch nach einigen Jahren bester City-Präsenz einen Bogen um das Einrichtungszentrum. Geklagt wird auf Seiten der Mieter über zu wenig Frequenz und erfolglose Maßnahmen zur Leerstands-Bekämpfung.
Darunter leidet beispielsweise das Bopfinger Möbelhaus Mahler, das im dritten Stock der Einrichtungs-Mall ein 1.400 qm großes Design-Center betreibt. Gegenüber der "Schwäbischen Post" umreißt Mahler-Vertriebsleiter Ronald Kegel das Problem: "Momentan stehen geschätzt 25 Prozent der Flächen im dritten Obergeschoss leer. Da brennt nicht mal mehr Licht. Viele Kunden die hochfahren, denken hier ist alles dicht und drehen gleich wieder um. Das ist sicher das Hauptproblem." Von Mahler in Auftrag gegebene Zählungen hätten dies bestätigt. Trotzdem dementiert Kegel, dass über eine Aufgabe der Filiale nachgedacht werde. Selbst wenn Mahler dies wünschte, machen langfristige Mietverträge derartige Überlegungen obsolet. [page_break] Einstimmig werden daher neue Konzepte gefordert, denn offenbar handelt es sich bei der Stuttgarter Stilwerk-Schwäche um einen Sonderfall: "Wir sind in den Stilwerken Hamburg, Düsseldorf und Berlin zufrieden, hier in Stuttgart aber nicht. Die Situation ist schwierig", verriet Sascha Knoll von Ligne Roset der "Stuttgarter Zeitung".
Derweil werden Gerüchte immer lauter, dass die Königsbau-Passagen in Zukunft als ein großes Einkaufszentrum geführt werden und damit die schwachen oberen Etagen des Stilwerks auch an Nicht-Möbler vermietet werden könnten.