BDIA
Studentenproteste finden Unterstützung
Modifizierte Ausbildung in der Innenarchitektur ist erforderlich: Die Bundesmitgliederversammlung des Bundes Deutscher Innenarchitekten (BDIA) hat bei der Jahrestagung am 21. November 2009 in Potsdam großes Verständnis für die Proteste der
Modifizierte Ausbildung in der Innenarchitektur ist erforderlich: Die Bundesmitgliederversammlung des Bundes Deutscher Innenarchitekten (BDIA) hat bei der Jahrestagung am 21. November 2009 in Potsdam großes Verständnis für die Proteste der Studenten geäußert. Der Bologna-Prozess – mit dem Ziel der internationalen Akzeptanz und der Schaffung eines europäischen Bildungsraums – ist nach zehn Jahren Erfahrung zu reformieren.
"Innenarchitektur ist in sechs Semestern weder zu lernen noch zu lehren", so das eindeutige Votum des höchsten Gremiums des bundesweit einzigen Innenarchitektenverbandes. Ausbildungsziel sind qualitätsvolle Planung und Gestaltung sowie die Überwachung der Realisierung von Baumaßnahmen. Das alles mit sozialer Kompetenz, Gestaltungsverantwortung und wirtschaftlicher Verantwortlichkeit. Dieses Anforderungsprofil ist hoch, aber besonders unter dem Aspekt des Verbraucherschutzes ist hierbei eine Reduzierung auf Teilaspekte nicht möglich.
Die Verkürzung der Studiendauer bei gleichzeitiger Verschulung des Studiums führt nach Einschätzung des BDIA nicht nur zu einer schlechteren Ausbildungsqualität, sondern auch zu überhöhten Anforderungen an den einzelnen Studenten. Ihm bleibt kein Freiraum für eigenes Studieren und dem damit verbundenen Reifen. "Wir begrüßen, dass die Kultusministerkonferenz nicht mehr dogmatisch an einer Bachelor-Studiendauer von sechs Semestern festhält, sondern eine Verlängerung unterstützt", so das Präsidium des BDIA in Potsdam. Der Verband steht in allen Ländern für Gespräche mit den Hochschulen, Ministerien und Kammern bereit.

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