XXXLutz
Streit um Sozialplan spitzt sich zu
Gut zehn Monate, nachdem XXXLutz den ehemaligen Karstadt-Standort auf der Theresienhöhe in München geschlossen hat, scheint sich der Streit um den Sozialplan für die 160 betroffenen Mitarbeiter in eine Schlammschlacht
Gut zehn Monate, nachdem XXXLutz den ehemaligen Karstadt-Standort auf der Theresienhöhe in München geschlossen hat, scheint sich der Streit um den Sozialplan für die 160 betroffenen Mitarbeiter in eine Schlammschlacht zu verwandeln. Wie der "Bayerische Rundfunk" berichtet, will die Gewerkschaft Verdi nun prüfen, ob der zuständige Richter der Einigungsstelle befangen ist. Dieser hatte zunächst nämlich eine Abfindungssumme von 2,5 Mio. Euro für die Belegschaft festgesetzt. Später revidierte er die Entscheidung und setzte den Betrag auf 2,1 Mio. Euro herab.
In einer Stellungnahme schreibt Verdi: "Im Rahmen der Schließung und Verhandlungen über einen Sozialplan wurde den Mitarbeitern vom Geschäftsführer des Dienstleisters immer wieder mit der Insolvenz gedroht. Gleichzeitig erklärte aber die Geschäftsführung von XXXLutz, dass sie für einen Sozialplan einstehen. So wurde vom Presse¬sprecher Julian Viering (…) in den Medien verkündet, dass man dem Spruch der Einigungsstelle in jeder Hinsicht folgen werde.
Wie dies aussieht, hat der Eigentümer Andreas Seifert nun verdeutlicht. In einem Schreiben, welches der Betriebsrat am 18.08.2014 aus Österreich erhielt, wird mitgeteilt, dass man bereit sei, Abfindungen zu zahlen. Das Volumen liegt aber deutlich unter dem Vorschlag des unabhängigen Vorsitzenden der Einigungsstelle. Voraussetzung für die von Andreas Seifert vorgeschlagene Abfindung sei, dass die Einigungsstelle dieses Angebot einvernehmlich beschließt. Anderenfalls werde das Angebot nicht aufrecht erhalten. Mit anderen Worten: dann gibt es keine Abfindungen."
XXXLutz wirft der Gewerkschaft im Gegenzug vor, sie wolle den Sozialplan verhindern und die Angelegenheit öffentlichkeitswirksam weiter hochkochen. Die Mitarbeiter hätten während ihrer Freistellung von der Arbeit, die mit der Filialschließung im Oktober 2013 begann, bis zur Kündigung im Februar 2014 weiterhin Lohn erhalten.

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