Störmer

Strategischer Investor für den „Change“

Mit dem Einstieg von Christoph Fughe und Michael Otto hat sich in den letzten Jahren bei Störmer eine Menge getan. Neue Vermarktungswege wie mit Musterring/Küchen Aktuell gingen einher mit Personalwechseln und einer Umstrukturierung im Unternehmen - wie kürzlich auch in der Produktion, was Partner im Handel teilweise leidvoll durch Lieferverzögerungen zu spüren bekamen.

„Das alles hat uns viel Zeit, Geld und Nerven gekostet“, beschreibt Otto den rund fünfjährigen Umstellungsprozess, der jetzt aber abgeschlossen sei. Doch um die Zukunft zu sichern, war nun eine weitere Kapitalspritze nötig. Der finanzielle Spielraum war ausgeschöpft, sodass sich Störmer einen strategischen Investor ins Boot geholt hat. Hierbei handelt es sich um das Unternehmen Investor Partners aus Limburg an der Lahn. Mehrheitlich bleibt aber Störmer in der Hand von Fughe/Otto, so heißt es. Und der Deal habe keine Auswirkungen auf das operative Geschäft, betont dazu Michael Otto gegenüber moebelkultur.de.

Die Modernisierung der Produktion beruht im Kern auf der Umstellung zur Stückzahl-1-Fertigung (ERP), an der Softwarespezialist 2020 beteiligt war. Auch das neue Lager/Säge-Konzept, Laserbekantungsanlagen sowie der Komplettumzug in die ehemalige Brinkmeier-Immobilie, das heutige Eschebach-Werk, hatten Störmer finanziell belastet. „Maschinen für Stückzahl 1 zu kaufen ist einfach, wenn man Geld hat. Die notwendige Software zur Steuerung ist aber der Schlüssel zum Erfolg und da sind wir jetzt mit unserem System ganz weit vorne“, erklärt Christoph Fughe und seit 15. Juli werden auch die Aufträge über das innovative „2020 Insight-System“ abgewickelt. Doch die eigentlichen Vorteile werden wohl erst im 1. Quartal 2019 sichtbar.

Die Lieferzeiten sind inzwischen wieder im Lot. „Investor Partners ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so Christoph Fughe. „Unser größter Dank gilt aber allen Kunden und Mitarbeitern, die in der schweren Zeit zu uns gehalten haben und an uns und die Zukunft von Störmer fest glauben.“

Vor sechs Jahren haben Christoph Fughe und Michael Otto das Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung übernommen. 1958 gründet, hat sich die Familie Störmer im Frühjahr 2018 aus dem Betrieb gänzlich zurückgezogen. An zwei Standorten in Ostwestfalen (Rödinghausen und Enger) sind 190 Mitarbeiter beschäftigt. Der Exportanteil liegt bei etwa 50%.

Ein ausführliches Interview zum Change bei Störmer finden Sie in unserem Schwestermagazin „der küchenprofi“, das in der nächsten Woche erscheint. (Foto oben: die Störmer-GF Michael Otto und Christoph Fughe)

Update:

Wie das Management bestätigte, wird zum Jahresende Simon Kreft (Key Account/Vertrieb Deutschland) das Unternehmen verlassen. Ein direkter Ersatz ist vorerst nicht geplant. Die Leitung wird vielmehr Christoph Fughe übernehmen. Kreft kam nach dem Start bei Alno im März 2013 zu Störmer und ist ab Januar Vertriebsleiter bei Bega-Küchen.

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