Würth
Steuerfahndung ermittelt gegen Reinhold Würth
Schwerwiegender Verdacht: Laut einem Bericht des Spiegels ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung gegen Reinhold Würth. Er und fünf weitere Personen aus dem Umfeld des Konzerns sollen
Schwerwiegender Verdacht: Laut einem Bericht des Spiegels ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung gegen Reinhold Würth. Er und fünf weitere Personen aus dem Umfeld des Konzerns sollen Steuern in Millionenhöhe am Fiskus vorbeigeschleust haben. Dabei wird vor allem die Vermengung privater und geschäftlicher Aufwendungen sowie angeblich eigenwillige Verrechnungen zwischen in- und ausländischen Konzernteilen beanstandet. Kritisch sehen die Ermittler zudem die Reinhold-Würth-Stiftung im schweizerischen Chur. Dort ist auch die Würth International AG ansässig, über die ausländische Tochtergesellschaften gehalten würden.
Das Verfahren läuft angeblich bereits seit über einem Jahr.
Seit Monaten gibt es ein Tauziehen zwischen den Anwälten des Unternehmens und der Stuttgarter Oberstaatsanwältin Annette Jarke um die exakte Höhe der möglicherweise hinterzogenen Steuern. Der Grund: Die gegnerischen Parteien legen die betreffenden Gesetze unterschiedlich aus.
Zudem wollen Würths Anwälte verhindern, dass es zu einer öffentlichen Hautpverhandlung vor Gericht kommt. Sie bemühen sich laut Spiegel um einen Strafbefehl, der maximal eine Strafe von einem Jahr auf Bewährung und eine Geldstrafe zulässt. Angeblich soll es sich um eine Geldbuße von rund 40 Millionen Euro handeln.
Außerdem droht Reinhold Würth nach einem Bericht des Focus neben dem Steuerstrafverfahren im nächsten Jahrzehnt eine Milliardenzahlung an Erbersatzsteuer. Der Hintergrund hierfür ist das Ablaufen der steuerlichen Schonfrist für die in den achtziger Jahren gegründeten Familienstiftungen. Was bei der Regierung Baden-Württembergs Befürchtungen auslöst, das das Unternehmen seinen Sitz verlagern könnte.

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