Oberfränkische Möbelindustrie

Stemmt sich gegen den Trend

Positives Ergebnis: Die oberfränkische Polstermöbelindustrie hat das vergangene Jahr mit einem Umsatzplus von 5,2 Prozent und damit noch erfolgreicher als 2007 (+ 4,8 Prozent) abgeschlossen. Damit hat sich der überwiegend

Positives Ergebnis: Die oberfränkische Polstermöbelindustrie hat das vergangene Jahr mit einem Umsatzplus von 5,2 Prozent und damit noch erfolgreicher als 2007 (+ 4,8 Prozent) abgeschlossen. Damit hat sich der überwiegend durch die Hersteller von Polstermöbeln geprägte Industriezweig im kompletten Gegensatz zu der bundesweiten Polstermöbelbranche entwickelt, die 2008 mit einem Minus von 9 Prozent am schlechtesten von allen Sparten der Möbelindustrie abgeschnitten hat. Wie Norbert Furche, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen (HDH) auf der heutigen Jahrespressekonferenz erklärte, habe sich die Geschäftslage in der oberfränkischen Polstermöbelindustrie auch Anfang 2009 nicht wesentlich verschlechtert. Die Auftragsbestände hätten sich zwar um rund 8 Prozent reduziert, jedoch herrsche überwiegend Vollbeschäftigung. Kurzarbeit meldete 2008 nur eines von dreizehn Unternehmen an, und dies auch nur in geringem Umfang, so Furche weiter. Die Zahl der Ausbildungsplätze sei dagegen sogar um 9 Prozent gestiegen. [page_break]
Im Gegensatz zum Inlandsgeschäft haben die Exportbemühungen der oberfränkischen Polsterer 2008 aufgrund der Wirtschaftskrise insbesondere in den Hauptabnehmerländern einen Dämpfer erhalten. Laut Furche lag die Exportquote im vergangenen Jahr bei 22 Prozent und damit einen Prozentpunkt unter dem Wert von 2007. Aktuell sei die starke Ausrichtung der Branche auf das Inland aber eher als Vorteil zu bewerten, schließlich würden hierzulande noch gut Möbel verkauft. Allerdings sei nicht mit einem Anhalten der Situation während des gesamten Jahres zu rechnen. Deshalb schätze die oberfränkische Polstermöbelindustrie 2009 vorsichtig optimistisch ein. Als problematisch sieht der Verband die Marktmacht des Handels, da die Vermarktung der Möbel über den Preis bei der Ertragssituation eine nicht unbedeutende Rolle spiele.
Den Grund für die aktuell positive Entwicklung sieht Furche in der großen Angebotspalette der Oberfranken. So könnten sie gerade im Wettbewerb mit ausländischen Wettbewerbern durch eine große Variabilität in der Produktgestaltung punkten.