Ulrich W. Siekmann kann einen Stellenabbau nicht ausschließen.

Siematic

Stellenabbau und Erhöhung der Arbeitszeit

Um profitabler zu werden und seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, plant Siematic, in neue Maschinen im Montagebereich zu investieren. Aufgrund der daraus resultierenden Überkapazität ist ein Stellenabbau nicht auszuschließen. Nach Angaben des "Westfalen-Blatts" sollen rund 60 der 500 Arbeitsplätze wegfallen. Gleichzeitig will der Hersteller die Arbeitszeit der Beschäftigten von 35 auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich erhöhen und daher aus der Tarifbindung aussteigen. "Für die Mitarbeiter wird sich einiges ändern", zitiert die Zeitung den geschäftsführenden Gesellschafter Ulrich W. Siekmann. "Aus der Tarifbindung auszusteigen, wäre lediglich eine Konsequenz, aber nicht unser Ziel. Wir wollen nicht gegen die Tarifparteien arbeiten." Ob und wie das Vorhaben umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Siekmann rechnet nicht vor Oktober mit einem Verhandlungsergebnis.

Wie das Blatt berichtet, hat sich die Siematic-Belegschaft in einem ersten Gespräch am vergangenen Donnerstag mehrheitlich gegen den Vorschlag der Geschäftsführung ausgesprochen. "Wenn eine Firma Rationalisierungsbestrebungen hat, ist dies durchaus zu begrüßen. Wenn dabei jedoch Arbeitsplätze verloren gehen, ist das sehr zu bedauern. Ebenfalls sehr bedauerlich ist es, wenn die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte aufs Spiel gesetzt werden", so Bürgermeister Heinz-Dieter Held im "Westfalen-Blatt".

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