BSH
Stellenabbau oder freiwilliger Leistungsverzicht
Nachfrageschwund, Billigimporte und Wertverfall hinterlassen jetzt auch in der Hausgerätebranche immer deutlichere Spuren: Nachdem die BSH schon 1.000 Stellen im letzten Jahr abgebaut hat, sieht sich der Konzern gezwungen, weitere
Nachfrageschwund, Billigimporte und Wertverfall hinterlassen jetzt auch in der Hausgerätebranche immer deutlichere Spuren: Nachdem die BSH schon 1.000 Stellen im letzten Jahr abgebaut hat, sieht sich der Konzern gezwungen, weitere Kosten-Maßnahmen zu ergreifen. Wie bereits seit gestern in zahlreichen Medien publiziert, wurde im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung eine gemeinsame Lösung mit der Belegschaft angestoßen.
Dies bestätigte heute auch Pressesprecherin Eva Delabre gegenüber der Holzmann online-Redaktion. Allerdings sei die veröffentlichte Zahl von 3.000 Stellen, die auf dem Spiel ständen, alles andere als konkret. Vielmehr handele es sich um eine Hochrechnung für den "worst case", der jedoch noch keinerlei Absichten oder gar Beschlüsse zugrunde liegen. Vielmehr gehe es darum, im Dialog mit der Belegschaft alternative Vorschläge zu diskutieren. Als Musterbeispiel gilt der Fall Giengen: Für das Kühlgerätewerk konnten erst kürzlich 450 Arbeitsplätze erhalten werden, indem die Belegschaft auf außertarifliche Leistungen bei Prämien, Zuschlägen, Urlaubsgeld etc. verzichtete. Dabei wurde letztlich Verlagerung der Produktion in ein türkisches Werk verhindert.
Auch die Verlängerung der Arbeitszeiten von zurzeit 35 auf 38-40 Stunden steht nun zur Diskussion. Sollte die Belegschaft jedoch nicht freiwillig auf veränderte Rahmenbedingungen eingehen, werde Personalabbau ebenso wie die weitere Verlagerung der Produktion kaum zu verhindern sein. In Deutschland sind zurzeit 14.000 Mitarbeiter bei der BSH beschäftigt. Wobei sich der Trend zur teilweisen Verlagerung ins Ausland wohl weiter fortsetzen wird.

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