Die Lieferketten laufen in der österreichischen Möbelindsutrie derzeit nicht reibungslos.

Österreichische Möbelindustrie

Steigende Rohstoffpreise weltweit machen zu schaffen

Trotz Lockdown und Corona-Pandemie ist die Österreichische Möbelindustrie vergleichsweise gut durch das letzte Jahr und das erste Quartal 2021 gekommen. Allerdings gibt die zunehmend instabile Lage auf den Beschaffungsmärkten Anlass zur Sorge. Bereits im vergangenen Jahr zeichnete sich eine Verknappung bei wichtigen Rohstoff-Lieferanten ab. Obwohl viele Hersteller der Österreichischen Möbelindustrie ihre Zukaufprodukte aus der Region und von europäischen Zulieferbetrieben beziehen, wirkt sich der Engpass spürbar auf die Wertschöpfungsketten aus, heißt es aus dem Kreis der 49 angeschlossenen Betriebe.  

Darüber hinaus haben etliche Lieferanten die Preise massiv erhöht und damit eine neue Situation am Markt geschaffen. Hinzu kommen steigende Transportkosten. Ein Problem, das nicht nur die Möbelbranche bewegt, sondern derzeit weltweit herstellende Industriebetriebe stark beschäftigt. Denn die Nachfrage ist groß. Was wiederum die Verknappung beschleunigt. Waren vor Corona die Lieferketten in einer engmaschig vernetzten Globalisierung aufeinander abgestimmt und optimal getaktet, sieht es jetzt anders aus. Grenz- und Werksschließungen sowie Kurzarbeit und weitere Beschaffungsschwierigkeiten haben dazu geführt, dass wichtige Komponenten nicht mehr zur Verfügung stehen, verspätet geliefert werden oder einer neuen Beschaffungsquelle bedürfen.

Da beim Aufwärtstrend der Rohstoffpreise aktuell keinerlei Aussicht auf Entspannung zu erkennen sei  – im Gegenteil, weitere Preissteigerungen wurden bereits prognostiziert – sehen sich immer mehr Betriebe gezwungen mit einem zeitlich begrenztem Rohstoffzuschlag gegenzusteuern. Oberste Priorität der Unternehmen aus Österreich aber bleibt, ihre Produkte, trotz der Herausforderungen des Materialengpasses, auch weiterhin nachhaltig, pünktlich und zuverlässig zu liefern. Dabei wollen sie ihre Stärken nutzen: „Die überwiegend mittelständischen Betriebe sind für ihre hohe Flexibilität bekannt und werden sich um Alternativen bemühen, um die Wertschöpfungskette noch stringenter als bisher im regionalen Umfeld zu halten.“

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